{"id":2114,"date":"2023-08-22T12:22:39","date_gmt":"2023-08-22T10:22:39","guid":{"rendered":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/?p=2114"},"modified":"2023-11-19T20:46:56","modified_gmt":"2023-11-19T18:46:56","slug":"natur-und-menschen-verschmolzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/natur-und-menschen-verschmolzen\/","title":{"rendered":"Natur und Menschen verschmolzen"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Natur und Menschen verschmolzen<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reportage von Niklas Wenzel (22.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Goldenen Kuppeln auf dem Dach erkennt man schon von weitem. Auch die bunten Farben an der Spitze des 41 Meter hohen Turms fallen ins Auge. Beim Abbiegen in die Stra\u00dfe in Richtung des auff\u00e4lligen Geb\u00e4udes ist ein Stra\u00dfenschild mit der Aufschrift &#8222;Waldspirale&#8220; zu sehen. Langsam wird das gesamte Bauwerk sichtbar &#8211; inmitten der urbanen Kulisse von Darmstadt erhebt sich eine einzigartige und faszinierende Struktur. Das surreale Kunstwerk zieht Bewohner*innen und Besucher*innen gleicherma\u00dfen in ihren Bann. Die Spiralform erkennt man nach einer Umrundung des Geb\u00e4udes. Auff\u00e4llig ist die Einbettung der Natur, der Gegensatz von menschengemachtem Bauwerk und nat\u00fcrlichen B\u00e4umen und Pflanzen. Mit der Waldspirale versuchte der K\u00fcnstler Friedensreich Hundertwasser, die Grenzen zwischen menschlicher Sch\u00f6pfung und nat\u00fcrlicher Sch\u00f6nheit verschwinden zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Unbenanntes_Projekt-209-min-1-1024x709.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2141\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Unbenanntes_Projekt-209-min-1-1024x709.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Unbenanntes_Projekt-209-min-1-300x208.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Unbenanntes_Projekt-209-min-1-768x532.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Unbenanntes_Projekt-209-min-1-1536x1063.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Unbenanntes_Projekt-209-min-1-2048x1418.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Illustration: Margo Sibel Koneberg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Friedensreich Hundertwasser hie\u00df mit b\u00fcrgerlichem Namen Friedrich Stowasser und wurde am 15. Dezember 1928 in Wien geboren. Er starb am 19. Februar 2000 an Herzversagen. Schon seit den Fr\u00fchen 1950er Jahren trat Hundertwasser f\u00fcr eine natur- und menschengerechte Architektur ein. Er war strikt gegen die entstandene rationale, sterile Architektur und versuchte in seinen Bauwerken meist komplett auf gerade Linien und Ecken zu verzichten. Das alles wollte Hundertwasser auch in der &#8222;Waldspirale&#8220; umsetzen. &#8222;Darmstadt war f\u00fcr Hundertwasser interessant, weil es die Stadt des Jugendstils war. Seine architektonische Vielfalt hat sicherlich ihren Ursprung in diesem Stil&#8220;, sagt Heinz Springmann, leitender Architekt der Waldspirale in Darmstadt. Er lernte Hundertwasser 1989 in Plochingen bei Stuttgart kennen. &#8222;Da habe ich mit dem Regenturm in Plochingen einen baulichen Wettbewerb gewonnen. Dann hat man den Hundertwasser gebeten, den Innenhof zu gestalten. Das wurde unser erstes gemeinsames Projekt.&#8220; Springmann und Hundertwasser waren schnell mehr als nur Arbeitskollegen: &#8222;Er hat mir nach dem Projekt f\u00fcr die gute Zusammenarbeit einen seiner Linoldrucke geschenkt und darauf geschrieben: <em>F\u00fcr meinen Freund Heinz Springmann<\/em>. Ich w\u00fcrde schon sagen, dass wir freundschaftlich miteinander verbunden waren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem Springmann und Hundertwasser ihr erstes Projekt erfolgreich abgeschlossen hatten, folgte kurz darauf das zweite: Die Waldspirale in Darmstadt. 1997 beauftragte der Bauverein Darmstadt Hundertwasser, ein Bauwerk mit 105 Wohneinheiten im Bereich des B\u00fcrgerparkviertels<br>zu entwerfen. \u201eDer Bauverein hatte zu dem Zeitpunkt drei Bauten im B\u00fcrgerparkviertel gemacht, die alle modern und eben waren. Sie wollten aber auch etwas anderes machen, weshalb sie auf den Hundertwasser gekommen sind\u201c, sagt Springmann. Mit dem urspr\u00fcnglichen Bebauungsplan, der eine f\u00fcnfgeschossige, karreeartige Bebauung mit Innenhof vorsah, waren Hundertwasser und Springmann aber nicht ganz einverstanden. \u201eWir haben zum Beispiel den vorgeschlagenen<br>Bauplatz getauscht und sind in die Randlage gegangen, damit man einen besseren Bezug zur Gr\u00fcnlandschaft hat\u201c, sagt Springmann. Die Intention des K\u00fcnstlers war es, wie in fast all seinen Projekten, der Natur durch ein menschengemachtes Bauwerk nichts weg zu nehmen. \u201eStellen Sie sich vor, Sie stehen auf einer gr\u00fcnen Wiese, machen links und rechts zwei gegen\u00fcberliegende Schnitte und heben dieses St\u00fcck Wiese an. Jetzt bauen Sie darunter ein Geb\u00e4ude. Die Wiese bleibt gr\u00fcn und \u00e4ndert nur ihre H\u00f6henlage. Und weil ihm eine gr\u00fcne Wiese nicht gereicht hat,<br>haben wir das Dach der Waldspirale noch mit gut 100 B\u00e4umen bepflanzt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bauarbeiten der Waldspirale begannen 1998. Besucher*innen f\u00e4llt beim Herangehen als erstes der \u00f6ffentliche Durchgang zum Innenhof auf. Begibt man sich dorthin, sind einige G\u00e4rten der Bewohner*innen zu sehen. Au\u00dferdem gibt es einen Kinderspielplatz, ein Caf\u00e9, eine Bar und einen kleinen, k\u00fcnstlich angelegten Teich. Im Inneren des Geb\u00e4udes spiegelt sich Hundertwassers Stil sofort wieder. Die Flure sind bunt gestaltet, es gibt kaum gerade Linien und Ecken. Die Beleuchtung ist angenehm warm. Auch einige der 105 Wohnungen sind in diesem Stil gehalten. Beim Betreten einer dieser Wohnungen f\u00e4llt sofort eine bunte S\u00e4ule auf, die mitten im Wohnzimmer bis an die Decke ragt und von der Gestaltung ein bisschen an ein einfaches Mosaik erinnert. Die W\u00e4nde sind alle gelb oder rot gestrichen, auch die Einrichtung der Bewohner*innen passt farblich und f\u00f6rmlich ins Gesamtbild. Auff\u00e4llig sind auch die Fenster des Geb\u00e4udes. Jedes der mehr als 1000 Fenster ist ein Unikat. Aus dem richtigen Winkel kann das Geb\u00e4ude durch die unregelm\u00e4\u00dfigen, ungeraden Fenster und die bunte Bemalung der Fassade von au\u00dfen wie ein Kinderspielzeug wirken. Diese Wirkung erzeugt auch der Turm, dessen Fu\u00df deutlich Breiter ist als die Spitze. Ein ungew\u00f6hnlicher Anblick. \u201eHundertwasser wollte immer, dass seine Geb\u00e4ude den Ausdruck von Stabilit\u00e4t haben. Deshalb ist der Turmfu\u00df breiter als die Spitze&#8220;, erkl\u00e4rt Springmann. Im Innenhof, zwischen den vielen G\u00e4rten, wird die Verbindung des Geb\u00e4udes zur Natur deutlich. Dort beginnt auch die Spirale, mit dem mit B\u00e4umen und Stauden bepflanzten Schr\u00e4gdach. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man vergisst leicht, dass man sich gerade in einem Wohnkomplex in einer Gro\u00dfstadt befindet. \u00dcberall ist es gr\u00fcn, die bunte Fassade des Geb\u00e4udes unterst\u00fctzt diese Wirkung. Auf den ersten Blick l\u00e4sst sie ein einfaches, buntes Linienmuster erkennen. Doch hinter der Entscheidung f\u00fcr dieses Design steckt noch viel mehr. \u201eWir mussten f\u00fcr den Bau ein biologisches Gutachten durchf\u00fchren, um die verschiedenen Sedimentschichten der Erde auf dem Bauplatz zu bestimmen. Da wir das Geb\u00e4ude in einer Spiralform bauen wollten, hatten wir an der einst\u00f6ckigen Stelle nat\u00fcrlich weniger Druck auf der Bodenplatte als an der zehnst\u00f6ckigen\u201c, sagt der Architekt. \u201eBei dem Gutachten wurden die verschiedenen Sedimentschichten in unterschiedlichen Farben gekennzeichnet. Als der Hundertwasser diese farbigen Schichten in meinem Plan sah, sagte er: <em>Klasse, Springmann! Jetzt haben wir die Idee f\u00fcr die Fassade.<\/em>\u201c Die farbigen Linien auf den W\u00e4nden des Bauwerks spiegeln die Sedimentschichten der Erde wieder, auf denen das Geb\u00e4ude steht. Der Anblick erzeugt ein beruhigendes Gef\u00fchl. Man kommt etwas von den tristen Gedanken des Alltags ab und<br>f\u00fchlt sich mehr mit der Natur verbunden. Umschlungen von der Spirale zieht das Kunstwerk jede*n Besucher*in in seinen Bann &#8211; ja, fast in eine andere Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Welt in Europa hatte Hundertwasser schnell satt. Durch seinen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Stil und sein k\u00fcnstlerisches K\u00f6nnen, erreichte er einen hohen Grad an Bekanntheit. Doch das wollte der \u00f6sterreichische K\u00fcnstler gar nicht.. &#8222;Ich habe ihn zu Lebzeiten zweimal in Neuseeland besucht. Das waren mit die wichtigsten Reisen, die ich in meinem Leben machen durfte&#8220;, sagt Springmann. &#8222;Hundertwasser hat sich gerne nach Neuseeland zur\u00fcckgezogen, um seine Ruhe zu haben. Er sagte oft: <em>Ich habe jetzt so viele Beispiele gegeben, wie man Architektur machen kann, ich brauche nicht noch ein Haus bauen, das hundert Meter h\u00f6her oder l\u00e4nger ist.<\/em>&#8220; Hundertwasser hat es genossen, dass er in Neuseeland wirklich unbekannt war. &#8222;Die Nachbarn haben gar nicht gewusst, was f\u00fcr ein international bekannter K\u00fcnstler er ist.&#8220; Aus Springmanns Sicht war Hundertwasser aber mehr als nur ein K\u00fcnstler. &#8222;Es war immer eine Bereicherung, sich mit ihm zu unterhalten, weil er nicht nur eine berufliche Sparte im Kopf hatte, sondern immer einen Schritt weiter gedacht hat.&#8220; Springmann schweift in Erinnerungen. Vor allem die in Neuseeland sind ihm h\u00e4ngen geblieben. &#8222;Wir sind oft an der K\u00fcste oder im Wald spazieren gegangen. Das war schon immer ein Erlebnis. Es kam jedes mal sehr schnell eine intensive Konversation zustande. Seine Gedanken hatten oft fast schon philosophische Ans\u00e4tze.&#8220;<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fertiggestellt wurde die Waldspirale erst sieben Monate nach dem Tod Hundertwassers. Das f\u00fchrte zu einigen Komplikationen in der Schlussphase des Baus. Es gab einige Diskussionen zwischen dem Architekten Heinz Springmann und Hundertwassers Management. \u201eEs ging um Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, ob ein Strich neben einer Fliese jetzt sechs oder acht oder zehn Zentimeter breit sein muss\u201c, erz\u00e4hlt Springmann. \u201eWir wollten das Projekt nat\u00fcrlich so nah wie m\u00f6glich an Hundertwassers Pl\u00e4nen fertigstellen. Ich als Architekt konnte und wollte diese Dinge aber nicht in seinem Sinne entscheiden. Es dauerte eine Weile, bis das auch die Stiftungsleitung verstand. Am Ende haben wir aber den richtigen Duktus gefunden, denke ich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Kunstwerk konnte in Hundertwassers Vision fertig gestellt werden. Es steht als zeitloses Zeugnis f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Genialit\u00e4t und vision\u00e4re Philosophie von Friedensreich Hundertwasser. Mit seiner<br>einzigartigen Architektur hat er nicht nur einen Wohnkomplex, sondern ein lebendiges Kunstwerk erschaffen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:75px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-neve-link-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-color-background-color has-background is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-neve-link-color-color\"><strong>English version (automated translation):<\/strong><\/mark><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nature and people merged together<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">by Niklas Wenzel (22.08.2023)<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">The golden domes on the roof can be seen from afar. The bright colors at the top of the 41-meter tower also catch the eye. Turning into the street toward the eye-catching building, a street sign with the inscription &#8222;Waldspirale&#8220; can be seen. Slowly, the entire structure becomes visible &#8211; a unique and fascinating structure rises amidst the urban backdrop of Darmstadt. The surreal work of art captivates residents and visitors alike. The spiral shape can be recognized after circling the building. The embedding of nature, the contrast of man-made structure and natural trees and plants is striking. With the forest spiral, the artist Friedensreich Hundertwasser tried to make the boundaries between human creation and natural beauty disappear.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Friedensreich Hundertwasser&#8217;s real name was Friedrich Stowasser and he was born in Vienna on December 15, 1928. He died of heart failure on February 19, 2000. Since the early 1950s, Hundertwasser advocated an architecture that was in harmony with nature and people. He was strictly opposed to the rational, sterile architecture that had emerged and usually tried to completely dispense with straight lines and corners in his buildings. Hundertwasser wanted to implement all of this in the &#8222;Waldspirale&#8220; as well. &#8222;Darmstadt was interesting for Hundertwasser because it was the city of Art Nouveau. His architectural diversity certainly originated in this style,&#8220; says Heinz Springmann, lead architect of the Waldspirale in Darmstadt. He met Hundertwasser in 1989 in Plochingen near Stuttgart. &#8222;That&#8217;s when I won a building competition with the rain tower in Plochingen. Then they asked Hundertwasser to design the courtyard. That became our first joint project.&#8220; Springmann and Hundertwasser soon became more than just work colleagues: &#8222;After the project, he gave me one of his linoleum prints for the good cooperation and wrote on it: &#8218;For my friend Heinz Springmann. I would already say that we were on friendly terms.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">After Springmann and Hundertwasser had successfully completed their first project, the second followed shortly thereafter: the Waldspirale in Darmstadt. In 1997, Bauverein Darmstadt commissioned Hundertwasser to design a building with 105 residential units in the B\u00fcrgerparkviertel area. &#8222;At the time, the Bauverein had done three buildings in the B\u00fcrgerparkviertel, all of which were modern and flat. But they wanted to do something different, which is why they came up with the Hundertwasser,&#8220; Springmann says. But Hundertwasser and Springmann didn&#8217;t quite agree with the original development plan, which called for a five-story, square-shaped development with a courtyard. &#8222;For example, we switched the proposed building site and went to the outskirts so that you could have a better relationship to the green landscape,&#8220; says Springmann. The artist&#8217;s intention, as in almost all of his projects, was not to take anything away from nature through a man-made structure. &#8222;Imagine you are standing on a green meadow, make two opposite cuts on the left and right and lift this piece of meadow. Now you build a building underneath it. The meadow remains green and only changes its elevation. And because a green meadow was not enough for him,<br>we still planted the roof of the Waldspirale with a good 100 trees.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Construction work on the Waldspirale began in 1998, and the first thing visitors notice when they approach is the public passageway to the inner courtyard. If you go there, you can see some of the residents&#8216; gardens. There is also a children&#8217;s playground, a caf\u00e9, a bar and a small man-made pond. Inside the building, Hundertwasser&#8217;s style is immediately reflected. The corridors are colorfully designed, there are hardly any straight lines and corners. The lighting is pleasantly warm. Some of the 105 apartments are also in this style. Upon entering one of these apartments, one immediately notices a colorful column that reaches up to the ceiling in the middle of the living room and is somewhat reminiscent of a simple mosaic in terms of design. The walls are all painted yellow or red, and the residents&#8216; furnishings also fit in colorfully and formally with the overall picture. The windows of the building are also striking. Each of the more than 1000 windows is unique. From the right angle, the irregular, odd-shaped windows and the colorful painting of the facade can make the building look like a child&#8217;s toy from the outside. This effect is also created by the tower, whose base is much wider than the top. An unusual sight. &#8222;Hundertwasser always wanted his buildings to have the expression of stability. That&#8217;s why the base of the tower is wider than the top,&#8220; Springmann explains. In the inner courtyard, among the many gardens, the building&#8217;s connection with nature becomes clear. The spiral also begins there, with the sloping roof planted with trees and perennials.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">It is easy to forget that you are just in an apartment complex in a big city. It is green everywhere, and the colorful facade of the building supports this effect. At first glance, it reveals a simple, colorful pattern of lines. But there is much more behind the decision to use this design. &#8222;We had to do a biological survey for the building to determine the different sediment layers of the earth on the site. Since we wanted to build the building in a spiral shape, we naturally had less pressure on the ground slab at the one-story site than at the 10-story site,&#8220; says the architect. &#8222;In the survey, the different sediment layers were marked in different colors. When the Hundertwasser saw these colored layers in my plan, he said, &#8218;Great, Springmann!&#8216; Now we have the idea for the facade.&#8220; The colored lines on the walls of the structure reflect the sedimentary layers of the earth on which the building stands. The sight creates a calming feeling. You get away from the dreary thoughts of everyday life a little bit and<br>feel more connected with nature. Wrapped around the spiral, the work of art casts a spell over every visitor &#8211; indeed, almost into another world.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hundertwasser quickly got fed up with the world in Europe. Through his extraordinary style and artistic ability, he achieved a high degree of fame. But this was not what the Austrian artist wanted at all\u2026. &#8222;I visited him twice in New Zealand during his lifetime. Those were among the most important trips I was allowed to make in my life,&#8220; says Springmann. &#8222;Hundertwasser liked to retreat to New Zealand to have his peace. He often said, &#8218;I&#8217;ve now given so many examples of how to do architecture, I don&#8217;t need to build another house that&#8217;s a hundred meters taller or longer.'&#8220; Hundertwasser enjoyed the fact that he was really unknown in New Zealand. &#8222;The neighbors didn&#8217;t even know what an internationally known artist he was.&#8220; From Springmann&#8217;s perspective, however, Hundertwasser was more than just an artist. &#8222;It was always enriching to talk to him because he didn&#8217;t just have one professional field in mind, but always thought one step ahead.&#8220; Springmann reminisces. Those in New Zealand in particular have stuck with him. &#8222;We often went for walks along the coast or in the forest. That was always an experience. An intense conversation came up very quickly every time. His thoughts often had almost philosophical approaches.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">The Waldspirale was not completed until seven months after Hundertwasser&#8217;s death. This led to some complications in the final phase of construction. There were some discussions between architect Heinz Springmann and Hundertwasser&#8217;s management. &#8222;It was about little things, like whether a line next to a tile now had to be six or eight or ten centimeters wide,&#8220; Springmann recounts. &#8222;Of course, we wanted to finish the project as close as possible to Hundertwasser&#8217;s plans. But I, as an architect, couldn&#8217;t and didn&#8217;t want to decide these things in his sense. It took a while until the foundation&#8217;s management also understood that. In the end, however, we found the right ductus, I think.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">The work of art was able to be completed in Hundertwasser&#8217;s vision. It stands as a timeless testimony to the artistic genius and visionary philosophy of Friedensreich Hundertwasser. With his unique architecture, he has created not only a residential complex, but a living work of art.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:51px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-neve-link-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-color-background-color has-background is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-latest-posts__list is-grid has-dates wp-block-latest-posts is-layout-flow wp-block-latest-posts-is-layout-flow\"><li><div class=\"wp-block-latest-posts__featured-image\"><a href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/taxiteller-adorno-schlussverkauf-bildung-konferenz-in-oer-erkenschwick\/\" aria-label=\"Taxiteller &amp; Adorno: Schlussverkauf Bildung Konferenz in Oer-Erkenschwick\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"819\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-819x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"\" style=\"\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-819x1024.jpg 819w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-240x300.jpg 240w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-768x960.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-1228x1536.jpg 1228w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px\" \/><\/a><\/div><a class=\"wp-block-latest-posts__post-title\" href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/taxiteller-adorno-schlussverkauf-bildung-konferenz-in-oer-erkenschwick\/\">Taxiteller &amp; Adorno: Schlussverkauf Bildung Konferenz in Oer-Erkenschwick<\/a><time datetime=\"2026-03-25T20:00:00+02:00\" class=\"wp-block-latest-posts__post-date\">25. M\u00e4rz 2026<\/time><div class=\"wp-block-latest-posts__post-excerpt\">Professuren werden gestrichen, Geb\u00e4ude sind marode, das BAf\u00f6G reicht hinten und vorne nicht. Bundesweit wird Bildung seit Jahren kaputtgespart und der fzs, der Dachverband der Studierendenvertretungen, dem auch unser AStA angeh\u00f6rt, hat darauf eine Kampagne gegr\u00fcndet: \u201eSchlussverkauf Bildung&#8220;. Die Idee dahinter ist, die vielen dezentralen K\u00e4mpfe an einzelnen Hochschulen sichtbar zu machen und zu b\u00fcndeln.<\/div><\/li>\n<li><div class=\"wp-block-latest-posts__featured-image\"><a href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/wild-sein-wild-bleiben\/\" aria-label=\"Wild sein, wild bleiben?\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"\" style=\"\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-300x225.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-768x576.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/div><a class=\"wp-block-latest-posts__post-title\" href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/wild-sein-wild-bleiben\/\">Wild sein, wild bleiben?<\/a><time datetime=\"2026-03-18T20:00:00+02:00\" class=\"wp-block-latest-posts__post-date\">18. M\u00e4rz 2026<\/time><div class=\"wp-block-latest-posts__post-excerpt\">Von einer quirligen Rasselbande und \u201eIgitt, Kotz und B\u00e4h &#8211; M\u00e4dchen, die stinken\u201d zu Vampiren hinter dem Horizont, von denen die Wilden Kerle, wie bei der RTL-Show Take Me Out, jeweils ein Chick mit nache Hause nehmen. Let\u2019s rewatch und zur\u00fcck zum Anfang.<\/div><\/li>\n<li><div class=\"wp-block-latest-posts__featured-image\"><a href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/ikkimel-vs-coach-aaron-erste-lektion-selbstermaechtigung\/\" aria-label=\"Ikkimel vs. Coach Aaron: Erste Lektion Selbsterm\u00e4chtigung\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"\" style=\"\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/div><a class=\"wp-block-latest-posts__post-title\" href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/ikkimel-vs-coach-aaron-erste-lektion-selbstermaechtigung\/\">Ikkimel vs. Coach Aaron: Erste Lektion Selbsterm\u00e4chtigung<\/a><time datetime=\"2026-03-11T20:00:00+02:00\" class=\"wp-block-latest-posts__post-date\">11. M\u00e4rz 2026<\/time><div class=\"wp-block-latest-posts__post-excerpt\">\u201eFrau\u2018n brauchen kein Schimpfwort, unsre Waffe hei\u00dft Giftmord\u201c ist das schon Drohung, oder darf Kunst so? Neben Ikkimels neuem Song Giftmord, droppten auch einige Kinnladen.<\/div><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Goldenen Kuppeln auf dem Dach erkennt man schon von weitem. Auch die bunten Farben an<br \/>\nder Spitze des 41 Meter hohen Turms fallen ins Auge. Beim Abbiegen in die Stra\u00dfe Richtung des<br \/>\nauff\u00e4lligen Geb\u00e4udes ist ein Stra\u00dfenschild mit der Aufschrift &#8222;Waldspirale&#8220; zu sehen. Eine Reportage.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2138,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[112],"tags":[115,97,121],"class_list":["post-2114","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-in-darmstadt","tag-darmstadt","tag-gesellschaft","tag-h_da"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2114"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2114\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2321,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2114\/revisions\/2321"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2138"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}