{"id":2187,"date":"2023-10-05T09:00:00","date_gmt":"2023-10-05T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/?p=2187"},"modified":"2023-10-18T15:14:14","modified_gmt":"2023-10-18T13:14:14","slug":"wir-moechten-eine-andere-welt-erschaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/wir-moechten-eine-andere-welt-erschaffen\/","title":{"rendered":"&#8222;Wir m\u00f6chten eine andere Welt erschaffen.&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Wir m\u00f6chten eine andere Welt erschaffen.&#8220;<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">von Emilia (05.10.2023)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darmstadt Hauptbahnhof. So wie jeder Hauptbahnhof ist auch dieser eher trist als fr\u00f6hlich. Grauer Boden, wenig begr\u00fcnt und wenn man Pech hat, tritt man in einen Kaugummi. Doch noch auf dem Gel\u00e4nde des Darmst\u00e4dter Hauptbahnhofs verbirgt sich ein kleiner gr\u00fcner Garten. Die Klause.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klause-Reportage-min-1024x685.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2190\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klause-Reportage-min-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klause-Reportage-min-300x201.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klause-Reportage-min-768x514.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klause-Reportage-min-1536x1028.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klause-Reportage-min-2048x1371.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von au\u00dfen ist die Klause eher unscheinbar. Umringt wird der Garten von Steinmauern. Das H\u00e4uschen der Klause sieht eher aus wie ein Kiosk, doch hinter den Steinmauern, an einer&nbsp; gro\u00dfen Weide vorbei, sitzt Dieter Krellmann. Er spricht mit Pablo, einer helfenden Hand der Klause. Die beiden trinken Limonade und genie\u00dfen die Sonne. Dieter ist Mitgr\u00fcnder der \u201eInitiative essbares Darmstadt\u201c. Dazu geh\u00f6rt auch die Klause. Er weist zu Hans hin\u00fcber, der im H\u00e4uschen in der Werkstatt arbeitet. Hans ist Glaser und eigentlich in Rente. Fr\u00fcher habe er Kirchenfenster konstruiert und heute schm\u00fcckt er in seiner Freizeit die Fenster der Klause mit seinen Kreationen. \u201eHier war&nbsp; schon vieles drin. Einmal war hier auch ein Jazz Club, den hab\u2019 ich auch gern mal besucht\u201c, erz\u00e4hlt Hans von der Geschichte der Klause. Nach einer l\u00e4ngeren Plauderei macht sich Hans wieder an sein Handwerk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein gr\u00fcnes und essbares Darmstadt f\u00fcr alle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wartend sitzt Dieter mit einer Zigarette drau\u00dfen auf einer Bank. Er tr\u00e4gt ein knallig-senfgelbes T-Shirt und einen Strohhut. 61 Jahre ist der Kommunikationsdesigner alt, er selbst beschreibt sich als Gestalter und K\u00fcnstler. Im Garten der Klause wachsen viele essbare Pflanzen. Die Bewohner*innen Darmstadts k\u00f6nnen ihr selbstgemachtes Essen mitbringen und es mit den verschiedenen Kr\u00e4utern und Fr\u00fcchten der Klause verfeinern. In ganz Darmstadt wurden in den letzten Jahren G\u00e4rten, Hoch- und&nbsp; Nachbarschaftsbeete gebaut, gepflanzt und gegossen und danach geerntet. Die Initiative wurde 2016 mit dem Gedanken, \u00f6ffentlichen Raum zu schaffen, gegr\u00fcndet. \u201eAlle Aktionen, die von der Initiative ausgehen, d\u00fcrfen die Menschen nichts kosten, weil wir nat\u00fcrlich alle Menschen bei uns haben wollen\u201c, erkl\u00e4rt Dieter.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fr\u00fchjahr k\u00f6nnen Darmst\u00e4dter*innen bei einem Saatgut-Tausch mitmachen. Dabei achtet das Team der Initiative auf die Vielfalt und Biodiversit\u00e4t der angebotenen Pflanzen. \u201eWenn man sich schon die M\u00fche macht, Salat,&nbsp; Karotten oder Tomaten zu pflanzen, dann auch die Arten, die es im Supermarkt vielleicht nicht gibt. Wir haben etwa 150 Tomatensorten.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201cWir m\u00f6chten, dass die Pflanzen wahrgenommen werden.\u201d<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieter spricht begeistert \u00fcber die vielen verschiedenen Pflanzenarten, die in der Klause wachsen. Er zeigt auf eine Pflanze namens \u201eHosta\u201c, die erstmal nicht essbar aussieht. \u201eSie schmeckt aber total gut\u201d, erz\u00e4hlt er. \u201cVor allem kann man die Bl\u00fcten kandieren und anbraten und dann hat man einen ganz au\u00dfergew\u00f6hnlichen Nachtisch\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pflanzen als etwas besonderes und nicht nur als Gr\u00fcnzeug zu sehen, ist f\u00fcr Dieter sehr wichtig. Er m\u00f6chte erreichen, dass Leute hinschauen und sich interessieren, denn dann k\u00f6nnen sie wahrnehmen. \u201eDa ist wieder der k\u00fcnstlerische Ansatz. Jeder K\u00fcnstler m\u00f6chte Wahrnehmung ausl\u00f6sen. Ein Maler m\u00f6chte, dass seine Bilder wahrgenommen werden. Wir m\u00f6chten, dass die Pflanzen wahrgenommen werden.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pablo unterbricht kurz das Gespr\u00e4ch und bietet Getr\u00e4nke an. Dieter bestellt die hausgemachte Rosmarin-Liomande der Klause. Hergestellt aus dem Rosmarin, der nur wenige Meter weiter in den Kr\u00e4uterbeeten w\u00e4chst. Mit der Limonade in der einen und der n\u00e4chsten Zigarette in der anderen Hand, erz\u00e4hlt Dieter, dass es wichtig sei, sich von Gewohnheiten zu trennen und neue Sachen auszuprobieren. \u201eDiese Angst wollen wir den Menschen nehmen. Sie sollen sich hier in der Klause von ihren Gewohnheiten trennen. Es ist auch nicht gew\u00f6hnlich, dass ein Garten mit essbaren Pflanzen direkt am Bahnhof steht.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Hochbeet bleibt! <\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wieder kommen andere Mitglieder der Klause an. Dieter begr\u00fc\u00dft Jess. Sie ist auch ein Teil des Teams und hilft bei den Projekten der Initiative mit. Dieter erz\u00e4hlt von einem Projekt am Staatstheater in Darmstadt: F\u00fcr eine Veranstaltung sollte der sogenannte B\u00fcchnergarten mit Hochbeeten gebaut, nach der Veranstaltung jedoch wieder abgebaut werden. Die Initiative wollte die Idee umsetzen, jedoch unter der Bedingung, dass der B\u00fcchnergarten bleibt. Daraufhin hat sich eine Gruppe von etwa sieben Menschen zusammengefunden, die sich nun um die Hochbeete k\u00fcmmert. Mittlerweile sind es weitaus mehr als sieben Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Viele helfende H\u00e4nde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wieder fallen neue Projekte an. Dieter f\u00fchrt durch den Garten und erkl\u00e4rt dabei einzelne Projekte und Pflanzen. Angefangen bei einem kleinen Bienenstock von einem Darmst\u00e4dter Imker. Man h\u00f6rt das leise Summen beim \u00d6ffnen der kleinen Holzt\u00fcr. Hinter den Bienen wird ein kleiner Teich angelegt. Im letzten Jahr noch soll die Klause ganz anders ausgesehen haben. Dort, wo jetzt der Teich angelegt wird, gab es noch weitere Sitzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr&nbsp; Besucher*innen. Zusammen mit dem Projekt \u201eSchlaues Wasser Darmstadt\u201c wird der Teich gebaut, der ein Volumen von 15 Kubikmetern erreichen soll. Regenwasser wird von einer Zisterne gesammelt und anschlie\u00dfend in den Teich gef\u00fcllt. Helfer*innen wie Jess sind dabei aktiv am Bau des Teiches beteiligt. Auch au\u00dferhalb des Teams gibt es einige, die die Klause unterst\u00fctzen. Gro\u00dfe Steine f\u00fcr den Teich erh\u00e4lt die Klause vom Vivarium, dem Zoo in Darmstadt, mit dem auch schon eine Zusammenarbeit besteht. Als K\u00fcnstler ist dem 61-J\u00e4hrigen nat\u00fcrlich auch die Gestaltung des Teiches sehr wichtig: \u201eWir haben einen Beamer gekauft, mit dem wir unterseeische Projektionen machen wollen, zum Beispiel Wellen oder Tiere. Wir m\u00f6chten eine andere Welt erschaffen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Terra Preta&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter geht es zu einem gro\u00dfen Gef\u00e4\u00df mit einer ebenso gro\u00dfen, wenn nicht sogar noch gr\u00f6\u00dferen, Bedeutung. Dieter schraubt den Deckel auf, zu sehen ist schwarze Erde. Sie f\u00fchlt sich sehr weich und leicht an. Das erste Projekt der Initiative ist auf diese Erde zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieter holt weit aus und erz\u00e4hlt, was es mit der Erde auf sich hat. Die sogenannte Terra Preta ist eine spezielle Erde, die Indios vor etwa 4500 Jahren genutzt haben sollen. Aus dem Portugiesischen \u00fcbersetzt hei\u00dft Terra Preta schwarze Erde. Eine Erde, die extrem fruchtbar ist, da sie viel Wasser und N\u00e4hrstoffe speichern kann. Dies ist gerade in trockenen, hei\u00dfen Sommermonaten sehr von Nutzen. \u201eTerra Preta spielt f\u00fcr die Umwelt nicht nur eine wichtige, sondern die wichtigste Rolle. Ich wei\u00df, das h\u00f6rt sich hochtrabend an, doch ich bin voll davon \u00fcberzeugt\u201d, erz\u00e4hlt Dieter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter dem Titel \u201eZukunft des Zusammenlebens\u201c gab es 2014 eine Ausstellung am Osthang in Darmstadt. Bei dieser Ausstellung wurden sogenannte \u201eZick Zack Beete\u201c angelegt. Auch Dieter wirkte bei dieser Ausstellung mit: \u201eIch habe damals gesagt, eine Zukunft des&nbsp; Zusammenlebens wird es nicht geben, wenn wir keine Terra Preta haben.\u201c So wurden zwei Hochbeete mit Terra Preta an den Osthang gestellt. Es war das erste Projekt der Initiative. Daraus ergaben sich weitere Projekte, wie zum Beispiel die Klause. Inzwischen sei Darmstadt die Stadt, in der Terra Preta am meisten genutzt werde, erz\u00e4hlt Dieter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Museum aus essbaren Pflanzen&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chstes macht Dieter an einem Komposthaufen Halt. Kompost ist auch sehr n\u00e4hrstoffreich, zum Beispiel das angrenzende Beet der Melonen und Zucchini profitiere von diesen N\u00e4hrstoffen. Anders als die Terra Preta, die fermentiert wird, verstoffwechselt sich&nbsp; Kompost. Au\u00dferdem sei Kompost sehr wichtig, da dort Lebewesen wie Asseln und M\u00e4use ihr zu Hause f\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein paar Schritte weiter rankt sich neben einem Gew\u00e4chshaus die \u201eLitschi Tomate\u201c an einer Metallspirale in die H\u00f6he. Die Litschi-Tomate ist zwar sehr schmackhaft, aber der Strauch garantiert blutige Finger: Sowohl am St\u00e4ngel als auch am Blatt ist diese Pflanze voll mit Stacheln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorbei an einem Feigenbaum, einem Kr\u00e4uterbeet und einer Salatwand, steht Dieter vor Hopfenpflanzen. Sie wachsen eigentlich kerzengrade nach oben. Das Team der Klause hat es jedoch geschafft, dass die Pflanzen durch eine Kr\u00fcmmung von 35 Grad Schatten geben. Das ist aber die absolute Grenze, meint Dieter. \u201eAlles, was weniger als 35 Grad ist, hat keinen Halt, weil der Hopfen eigentlich immer nach oben will.\u201c Die Initiative plant zurzeit ihre eigene Brauerei aus dem Hopfen, der im Garten w\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der letzte Stop in dem \u201eessbaren Pflanzen-Museum\u201c ist eine B\u00fchne, auf der Konzerte oder andere kleine Veranstaltungen stattfinden. Ansonsten stehen dort weitere Tische und St\u00fchle zur Verf\u00fcgung. Die Klause ist also nicht nur ein nachhaltiges Projekt f\u00fcr unsere Umwelt, sie \u00fcbermittelt Wahrnehmung und Wissen der Pflanzenwelt und bringt Menschen zusammen. Von der B\u00fchne aus verabschiedet sich Dieter und hilft seinem Team weiter, den Garten neu zu gestalten und zu pflegen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:75px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-neve-link-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-color-background-color has-background is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-neve-link-color-color\"><strong>English version (automated translation):<\/strong><\/mark><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;We want to create a different world.&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">by Emilia (05.10.2023)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darmstadt main station. Like every central station, this one is more dreary than cheerful. Gray ground, little greenery and if you are unlucky, you step into a chewing gum. But still on the grounds of Darmstadt&#8217;s main station hides a small green garden. The &#8222;Klause&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">From the outside, the Klause is rather inconspicuous. The garden is surrounded by stone walls. The little house of the Klause looks more like a kiosk, but behind the stone walls, past a large willow, sits Dieter Krellmann. He is talking to Pablo, a helping hand at the hermitage. The two are drinking lemonade and enjoying the sun. Dieter is co-founder of the &#8222;Initiative edbares Darmstadt&#8220;. The Klause is also part of this. He points over to Hans, who is working in the workshop in the little house. Hans is a glazier and actually retired. He used to construct church windows, he says, and today he decorates the windows of the Klause with his creations in his spare time. &#8222;There have been a lot of things in here. At one time there was also a jazz club here, which I also liked to visit,&#8220; Hans tells of the history of the Klause. After a long chat, Hans gets back to his craft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>A green and edible Darmstadt for all<\/strong><br>Waiting, Dieter sits on a bench outside with a cigarette. He is wearing a bright mustard yellow T-shirt and a straw hat. 61 years old, the communication designer describes himself as a designer and artist. Many edible plants grow in the Klause garden. Darmstadt residents* can bring their homemade food and refine it with the various herbs and fruits of the Klause. Gardens, raised beds and neighborhood beds have been built, planted and watered, and then harvested throughout Darmstadt in recent years. The initiative was founded in 2016 with the idea of creating public space. &#8222;All the actions that come from the initiative must not cost people anything, because of course we want everyone to be with us,&#8220; explains Dieter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In spring, Darmstadt residents can participate in a seed swap. The team of the initiative pays attention to the diversity and biodiversity of the plants offered. &#8222;If you&#8217;re going to go to the trouble of planting lettuce, carrots or tomatoes, then you should also plant the species that might not be available in the supermarket. We have about 150 varieties of tomatoes.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;We want the plants to be noticed.&#8220;<\/strong><br>Dieter talks enthusiastically about the many different types of plants growing in the hermitage. He points to a plant called &#8222;hosta,&#8220; which doesn&#8217;t look edible at first. &#8222;It tastes totally good, though,&#8220; he tells us. &#8222;Above all, you can candiate and saut\u00e9 the flowers and then you have a very unusual dessert.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seeing plants as something special and not just as green stuff is very important to Dieter.<br>He wants to achieve that people look and are interested, because then they can perceive.&#8220;There&#8217;s the artistic approach again.Every artist wants to trigger perception. A painter wants his paintings to be perceived. We want the plants to be perceived.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pablo briefly interrupts the conversation and offers drinks.Dieter orders the hermitage&#8217;s homemade rosemary liomande.Made from the rosemary that grows just a few feet away in the herb beds. With the lemonade in one hand and the next cigarette in the other, Dieter talks about the importance of breaking habits and trying new things. &#8222;We want to take that fear away from people. They should separate themselves from their habits here in the hermitage. It&#8217;s also not common to have a garden with edible plants right at the station.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>The raised bed stays!<\/strong><br>Again and again other members of the hermitage arrive. Dieter greets Jess. She is also part of the team and helps with the initiative&#8217;s projects. Dieter tells about a project at the Staatstheater in Darmstadt: the so-called B\u00fcchner garden with raised beds was to be built for an event, but dismantled again after the event. The initiative wanted to implement the idea, but on the condition that the B\u00fcchner garden would remain. As a result, a group of about seven people got together and now takes care of the raised beds. In the meantime, there are far more than seven people.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Many helping hands<\/strong><br>New projects are coming up all the time. Dieter leads through the garden and explains individual projects and plants. Starting with a small beehive from a beekeeper in Darmstadt. You can hear the quiet buzzing when you open the small wooden door. Behind the bees a small pond is created. Last year the hive looked quite different. There, where the pond is now being built, there were other places for visitors to sit. Together with the project &#8222;Clever Water Darmstadt&#8220; the pond is built, which should reach a volume of 15 cubic meters. Rainwater will be collected from a cistern and then filled into the pond. Helpers like Jess are actively involved in the construction of the pond. There are also some people outside the team who support the hermitage. The Klause receives large stones for the pond from the Vivarium, the zoo in Darmstadt, with which there is already cooperation. As an artist, the design of the pond is of course also very important to the 61-year-old: &#8222;We have bought a beamer with which we want to make undersea projections, for example waves or animals. We want to create a different world.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Terra Preta<\/strong><br>We continue to a large vessel with an equally, if not even greater, significance. Dieter unscrews the lid and black soil is visible. It feels very soft and light. The first project of the initiative can be traced back to this earth.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieter takes a wide swing and tells what the earth is all about. The so-called Terra Preta is a special earth that Indios are said to have used about 4500 years ago. Translated from Portuguese, Terra Preta means black earth. A soil that is extremely fertile because it can store a lot of water and nutrients. This is especially beneficial in dry, hot summer months. &#8222;Terra Preta plays not only an important role for the environment, but the most important role. I know that sounds pompous, but I am fully convinced of it,&#8220; Dieter tells me.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Under the title &#8222;Future of Living Together&#8220; there was an exhibition on the eastern slope in Darmstadt in 2014. At this exhibition, so-called &#8222;Zick Zack beds&#8220; were created. Dieter also participated in this exhibition: &#8222;I said then, there will be no future of living together if we don&#8217;t have Terra Preta.&#8220; So two raised beds with Terra Preta were placed on the eastern slope. It was the initiative&#8217;s first project. This resulted in other projects, such as the Klause. In the meantime, Darmstadt is the city where Terra Preta is used the most, Dieter says.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>A museum of edible plants<\/strong><br>Next, Dieter stops at a compost pile. Compost is also very rich in nutrients; the adjacent bed of melons and zucchini, for example, benefits from these nutrients. Unlike terra preta, which is fermented, compost metabolizes. In addition, compost is very important because creatures such as woodlice and mice find their home there.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A few steps further, next to a greenhouse, the &#8222;lychee tomato&#8220; grows upwards on a metal spiral. The lychee tomato is very tasty, but the shrub guarantees bloody fingers: both the stem and the leaf of this plant are full of thorns.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Passing a fig tree, a bed of herbs and a wall of lettuce, Dieter stands in front of hop plants. They actually grow upward candlemarks. The Klause team, however, has managed to make the plants give shade by bending them 35 degrees. But that&#8217;s the absolute limit, Dieter says. &#8222;Anything less than 35 degrees has no support because the hops actually always want to go up.&#8220; The initiative is currently planning its own brewery from the hops that grow in the garden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">The last stop in the &#8222;edible plant museum&#8220; is a stage where concerts or other small events take place. Otherwise, there are other tables and chairs available. So the hermitage is not only a sustainable project for our environment, it transmits perception and knowledge of the plant world and brings people together. From the stage Dieter says goodbye and continues to help his team to redesign and maintain the garden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:51px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-neve-link-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-color-background-color has-background is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-latest-posts__list is-grid has-dates wp-block-latest-posts is-layout-flow wp-block-latest-posts-is-layout-flow\"><li><div class=\"wp-block-latest-posts__featured-image\"><a href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/taxiteller-adorno-schlussverkauf-bildung-konferenz-in-oer-erkenschwick\/\" aria-label=\"Taxiteller &amp; Adorno: Schlussverkauf Bildung Konferenz in Oer-Erkenschwick\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"819\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-819x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"\" style=\"\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-819x1024.jpg 819w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-240x300.jpg 240w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-768x960.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-1228x1536.jpg 1228w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px\" \/><\/a><\/div><a class=\"wp-block-latest-posts__post-title\" href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/taxiteller-adorno-schlussverkauf-bildung-konferenz-in-oer-erkenschwick\/\">Taxiteller &amp; Adorno: Schlussverkauf Bildung Konferenz in Oer-Erkenschwick<\/a><time datetime=\"2026-03-25T20:00:00+02:00\" class=\"wp-block-latest-posts__post-date\">25. M\u00e4rz 2026<\/time><div class=\"wp-block-latest-posts__post-excerpt\">Professuren werden gestrichen, Geb\u00e4ude sind marode, das BAf\u00f6G reicht hinten und vorne nicht. Bundesweit wird Bildung seit Jahren kaputtgespart und der fzs, der Dachverband der Studierendenvertretungen, dem auch unser AStA angeh\u00f6rt, hat darauf eine Kampagne gegr\u00fcndet: \u201eSchlussverkauf Bildung&#8220;. Die Idee dahinter ist, die vielen dezentralen K\u00e4mpfe an einzelnen Hochschulen sichtbar zu machen und zu b\u00fcndeln.<\/div><\/li>\n<li><div class=\"wp-block-latest-posts__featured-image\"><a href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/wild-sein-wild-bleiben\/\" aria-label=\"Wild sein, wild bleiben?\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"\" style=\"\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-300x225.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-768x576.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/div><a class=\"wp-block-latest-posts__post-title\" href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/wild-sein-wild-bleiben\/\">Wild sein, wild bleiben?<\/a><time datetime=\"2026-03-18T20:00:00+02:00\" class=\"wp-block-latest-posts__post-date\">18. M\u00e4rz 2026<\/time><div class=\"wp-block-latest-posts__post-excerpt\">Von einer quirligen Rasselbande und \u201eIgitt, Kotz und B\u00e4h &#8211; M\u00e4dchen, die stinken\u201d zu Vampiren hinter dem Horizont, von denen die Wilden Kerle, wie bei der RTL-Show Take Me Out, jeweils ein Chick mit nache Hause nehmen. Let\u2019s rewatch und zur\u00fcck zum Anfang.<\/div><\/li>\n<li><div class=\"wp-block-latest-posts__featured-image\"><a href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/ikkimel-vs-coach-aaron-erste-lektion-selbstermaechtigung\/\" aria-label=\"Ikkimel vs. Coach Aaron: Erste Lektion Selbsterm\u00e4chtigung\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"\" style=\"\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/div><a class=\"wp-block-latest-posts__post-title\" href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/ikkimel-vs-coach-aaron-erste-lektion-selbstermaechtigung\/\">Ikkimel vs. Coach Aaron: Erste Lektion Selbsterm\u00e4chtigung<\/a><time datetime=\"2026-03-11T20:00:00+02:00\" class=\"wp-block-latest-posts__post-date\">11. M\u00e4rz 2026<\/time><div class=\"wp-block-latest-posts__post-excerpt\">\u201eFrau\u2018n brauchen kein Schimpfwort, unsre Waffe hei\u00dft Giftmord\u201c ist das schon Drohung, oder darf Kunst so? Neben Ikkimels neuem Song Giftmord, droppten auch einige Kinnladen.<\/div><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darmstadt Hauptbahnhof. So wie jeder Hauptbahnhof ist auch dieser eher trist als fr\u00f6hlich. Grauer Boden, wenig begr\u00fcnt und wenn man Pech hat, tritt man in einen Kaugummi. Doch noch auf dem Gel\u00e4nde des Darmst\u00e4dter Hauptbahnhofs verbirgt sich ein kleiner gr\u00fcner Garten: die Klause. Eine Reportage.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2190,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[112],"tags":[],"class_list":["post-2187","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-in-darmstadt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2187","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2187"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2187\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2297,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2187\/revisions\/2297"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2190"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2187"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2187"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2187"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}