{"id":2954,"date":"2025-02-12T19:00:00","date_gmt":"2025-02-12T17:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/?p=2954"},"modified":"2025-02-12T19:11:16","modified_gmt":"2025-02-12T17:11:16","slug":"ins-netz-gegangen-teil-1-digital-detox","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/ins-netz-gegangen-teil-1-digital-detox\/","title":{"rendered":"&#8222;Ins Netz gegangen&#8220; Teil 1: Digital Detox"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Ins netz gegangen&#8220; <strong>Teil 1: Digital Detox<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>Von Louisa Albert (12.Feb.2025)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-neve-link-color-color has-text-color has-link-color has-x-large-font-size wp-elements-7435a3c8cd2e36216a7958f365b4c4c1\"><strong>Ins Netz gegangen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-neve-link-color-color has-text-color has-link-color wp-elements-9b7c6280f50b485b4879cb16ceb09e7e\"><em>Surfen, snappen, schreiben &#8211; das Internet und vor allem die sozialen Netzwerke sind seit der Jahrtausendwende zu einem einzigartigen gesellschaftlichen Raum geworden, der nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken ist. Die ganze Welt ist online, viele von uns verbringen mehrere Stunden am Tag im Netz. Die M\u00f6glichkeiten des \u201cworld wide web\u201d wurden verhei\u00dfungsvoll angepriesen und Milliarden Menschen sind diesem Ruf gefolgt. Auch heute noch liegen die Vorteile auf der Hand, gleichzeitig hagelt es immer mehr Kritik. Social-Media-Abh\u00e4ngigkeit, FOMO, geldgierige Tech-Milliard\u00e4re oder Falschinformationen &#8211; all diese Aspekte werfen Schatten auf die digitale Welt. Wo leisten Menschen Widerstand gegen die negativen Strukturen des Internets? Wo sollten wir genauer hinsehen und wie finden wir einen gesunden Umgang mit Smartphone und Co.? Diesen Fragen widmen wir in diesem Semester eine dreiteilige Reihe. Viel Spa\u00df beim Lesen!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-x-large-font-size\"><strong>Digital Detox: \u00dcber Sucht, FOMO und den Wunsch nach einer Pause.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir werden von ihnen geweckt, sie beschreiben uns den Weg zur Arbeit, vernetzen uns mit Freund*innen und erkl\u00e4ren uns die Welt. Digitale Ger\u00e4te bestimmen ma\u00dfgeblich unseren Alltag und gerade das Smartphone ist zu einem dauerhaften Begleiter der meisten Menschen geworden. Zwar erleichtern Laptop, Handy und Co. viele Lebensbereiche, doch auch die negativen Auswirkungen der oft exzessiven Nutzung werden immer st\u00e4rker diskutiert. Dabei geht es oft um schwindende Konzentrationsf\u00e4higkeit, Empathie, ein negatives K\u00f6rperbild oder Korrelationen zu psychischen Krankheiten. Laut einer Bitkom-Studie aus dem vergangenen Jahr w\u00fcnschen sich mehr als ein Drittel der Deutschen eine digitale Auszeit, oft auch <em>Digital Detox<\/em> (digitale Entgiftung) genannt. \u201cIch bin Handy-s\u00fcchtig\u201d, ist ein Satz, der in diesem Kontext h\u00e4ufig f\u00e4llt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-1024x709.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2956\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-1024x709.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-300x208.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-768x532.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-1536x1063.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-2048x1418.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Illustration: Margo Sibel Koneberg<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201cWir wollen keine Alltagshandlungen pathologisieren und Leuten ein Problem andichten, was sie nicht haben\u201d, betont Christian Montag. Der Psychologe besch\u00e4ftigt sich seit vielen Jahren mit dem Einfluss von Digitalisierung und KI auf die Gesellschaft und dem Thema <em>digitales Wohlbefinden<\/em>. &#8222;Ich glaube, wenn wir heute \u00fcber Digital Detox sprechen, dann sprechen wir eher \u00fcber viele Menschen, die sich vielleicht in einer Grauzone befinden oder f\u00fcr sich denken: Ich will da ein bisschen was \u00e4ndern, mir ist das zu viel geworden. Jeder der in diesem Bereich eine sucht\u00e4hnliche Thematik hat, verbringt sehr viel Zeit online, aber nicht jeder, der viel Zeit online verbringt, hat auch ein Problem.\u201d Eine Internetsucht oder auch <em>Internetnutzungsst\u00f6rungen<\/em> ist eine substanzunabh\u00e4ngige Verhaltenssucht, die als solche aber nicht offiziell von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt wird. Eine Ausnahme bildet die Computerspiel-Abh\u00e4ngigkeit (<em>Gaming Disorder<\/em>). Um herauszufinden, ob das eigene digitale Nutzungsverhalten einer Sucht \u00e4hnelt, k\u00f6nne man jedoch Kriterien der Gaming Disorder auch auf andere Bereiche \u00fcbertragen, sagt Christian Montag. \u201cHier gibt es verschiedene Aspekte, die ein Problemverhalten kennzeichnen. Der erste w\u00e4re Kontrollverlust: Eigentlich m\u00f6chte ich meine Nutzung reduzieren, es gelingt mir aber nicht mehr. Der zweite Punkt ist eine komplette Priorisierung der Online-Aktivit\u00e4ten gegen\u00fcber allen anderen Dingen, die einem vorher wichtig waren, zum Beispiel Hobbys. Und drittens wird mit dem exzessiven Verhalten weitergemacht, obwohl die ersten Einschl\u00e4ge schon zu sp\u00fcren sind. Wir stellen uns hier jemanden vor, der bis tief in die Nacht am Telefon h\u00e4ngt, morgens vielleicht eine Klausur verschl\u00e4ft und dann aber nichts daraus lernt.\u201d&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Wer ist anf\u00e4llig f\u00fcr eine Handy-Abh\u00e4ngikeit?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alter, Pers\u00f6nlichkeitsstrukturen und Motivlage w\u00fcrden den Hang zur exzessiven Nutzung beeinflussen, so Montag. Gerade j\u00fcngere Personen und solche mit neurotischer oder wenig gewissenhafter Pers\u00f6nlichkeit seien besonders anf\u00e4llig. \u201cWir wissen, dass neurotische Personen eher zu negativen Emotionen im Alltag neigen. Sie sind eher gestresst und \u00e4ngstlich und neigen eher zu depressiven Tendenzen. Eine der g\u00e4ngigen Ideen ist, dass wenn es mir schlecht geht, ich die digitalen Medien nutze, um mich abzulenken. Das w\u00e4re erstmal ein Bew\u00e4ltigungsstil. Aber wenn ich ab sofort immer zum Smartphone greife, wenn es mir schlecht geht, arbeite ich nat\u00fcrlich auch nicht an den Themen, die vielleicht daf\u00fcr verantwortlich sind, dass es mir schlecht geht. Und so kann dann eine Teufelsspirale entstehen.\u201d Dieser Eskapismus, also die Flucht aus der Realit\u00e4t, sei ein weit verbreitetes Motiv und oft ein erster Hinweis auf ein Suchtverhalten. Bei wenig gewissenhaften Personen spiele die fehlende Selbstregulation eine gro\u00dfe Rolle. Wer sich leicht von Aufgaben ablenken l\u00e4sst, verbringe schnell mehr Zeit am Smartphone.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Digital Detox als L\u00f6sung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Suchtdiagnose hin oder her &#8211; wie sinnvoll ist Digital Detox, wenn sich das eigene Nutzungsverhalten nicht mehr gut anf\u00fchlt? \u201cAuf Dauer finde ich Digital Detox erstmal nicht besonders hilfreich&#8220;, sagt Christian Montag. \u201cNat\u00fcrlich gibt es Interventionen, die einem dabei helfen k\u00f6nnen, die Augen f\u00fcr ein <em>Zuviel<\/em> zu \u00f6ffnen. Wenn Digital Detox aber bedeuten w\u00fcrde, dass wir permanent von Smartphone und co Abstinent bleiben, dann k\u00f6nnen wir in einer digitalen Gesellschaft nicht mehr bestehen.\u201d Vielmehr sei es hilfreich, den Fokus auf bestimmte Apps zu richten, die f\u00fcr die ungesunde Nutzung verantwortlich seien, sagt Montag. \u201cDas passt auch ein bisschen zur Aussage: Ein Alkoholiker ist nicht flaschenabh\u00e4ngig. Wir sind nicht smartphoneabh\u00e4ngig, sondern abh\u00e4ngig von bestimmten Applikationen.\u201d Gerade Social-Media-Apps wie Instagram, Snapchat und TikTok spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Viele Nutzer*innen leiden unter dem Druck, st\u00e4ndig verf\u00fcgbar zu sein oder dem dauernden Vergleich mit anderen. Christian Montag erz\u00e4hlt: \u201cWir haben eine Studie durchgef\u00fchrt, in der wir weibliche Studienteilnehmende darum gebeten haben, lediglich die Social-Media-Apps vom Telefon zu l\u00f6schen. Dort haben wir zum Beispiel gesehen, dass bereits nach zwei Wochen die selbst berichtete K\u00f6rperunzufriedenheit runtergegangen ist. M\u00f6glicherweise weil man nicht mehr st\u00e4ndig mit gesch\u00f6nten K\u00f6rperdialen auf den sozialen Medien konfrontiert war.\u201d&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Bewusste Nutzung statt vollst\u00e4ndigem Verzicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Statt eines kompletten Verzichts k\u00f6nnten also schon eine bewusste Nutzung oder auch bewusste Pausen zwischendurch das eigene Wohlbefinden steigern. Die Kreativit\u00e4tsforschung habe gezeigt, dass Gedanken besonders gut wandern k\u00f6nnen, wenn Menschen Zeit f\u00fcr sich alleine haben und ungest\u00f6rt sind, so Montag. <em>Mind wandering<\/em> nennt man diesen Zustand, bei dem die Gedanken abschweifen. Dieser k\u00f6nne auch bei einer kreativen Probleml\u00f6sung im Alltag helfen. \u201cWenn uns aber eine Industrie dazu bringt, das Ger\u00e4t st\u00e4ndig wieder in die Hand zu nehmen, weil ich es nicht mit mir alleine aushalte, dann findet auch kein mind wandering und auch keine Selbstreflektion mehr statt\u201d, betont Montag und verweist auf die Designelemente der einzelnen Apps. \u201cDie Tech-Industrie n\u00f6tigt uns mit dem Plattformdesign, bestimmtes Verhalten zu zeigen. Das wird zum Beispiel durch Push Notification oder Lesebest\u00e4tigungen ausgel\u00f6st.\u201d Der Psychologe erkl\u00e4rt, dass schon eine \u00c4nderung dieser Designelemente, zum Beispiel das Ausstellen der Lesebest\u00e4tigung bei WhatsApp, eine Nutzungs\u00e4nderung mit sich ziehen k\u00f6nne. Ganz einfach sei das aber auch nicht. \u201cWenn ich wei\u00df, ich kriege jetzt etwas nicht mehr mit, weil ich diese Design\u00e4nderung gemacht habe oder sogar die App vom Telefon verbanne, dann ist durchaus davon auszugehen, dass die Fear of missing out erstmal steigt.\u201d Die <em>Fear of missing out (FOMO)<\/em>, also die Angst, etwas zu verpassen, ist ein h\u00e4ufiges Symptom, das mit dem digitalen Verzicht einhergeht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zu wissen, wof\u00fcr die neu gewonnene Zeit genutzt werden k\u00f6nne, sei wichtig, um auf Dauer das eigene Nutzungsverhalten zu ver\u00e4ndern, betont Montag. \u201cTats\u00e4chlich hilft es, sich diese positiven Aspekte immer wieder vor Augen zu f\u00fchren. Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re, sich die Vorteile als t\u00e4gliche Erinnerung an den K\u00fchlschrank zu pappen.\u201d Verhaltens\u00e4nderungen w\u00fcrden \u00fcber kleine Schritte erfolgen, erkl\u00e4rt der Psychologe und erg\u00e4nzt: \u201cIch sage nicht, wir sollten die Plattformen nicht nutzen, sie sind ja auch sinnvoll, um soziales Kapital aufzubauen und in heutigen Jobs auch ein integraler Kommunikationsbestandteil. Ich glaube, es geht mehr um diese Frage: Wie nutzen wir sie in einer Art und Weise, dass sie keine \u00dcberhand nehmen? Wie k\u00f6nnen wir von ihren Benefits profitieren und uns gleichzeitig&nbsp; auf das Wesentliche im Alltag konzentrieren?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das eigene Nutzungsverhalten von Instagram und Co. zu ver\u00e4ndern braucht also Zeit und vor allem Selbstreflektion. Zu erkennen, was genau das empfundene Unwohlsein ausl\u00f6st und auf welche Aktivit\u00e4ten wir im Alltag einen Fokus legen wollen, k\u00f6nnen erste Schritte hin zu einer ges\u00fcnderen Nutzung sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:0px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-neve-link-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-color-background-color has-background\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-neve-link-color-color has-text-color has-link-color wp-elements-9945ecf7e2988cb0549fbbed1b826d77\">English version (automated translation:)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Got caught&#8220; Part one: digital detox<\/h2>\n\n\n\n<p><em>By Louisa Albert (12.Feb.2025)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-neve-link-color-color has-text-color has-link-color has-x-large-font-size wp-elements-0717a4f53c45189578245c6c19738f0b\"><strong>Got Caught<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-neve-link-color-color has-text-color has-link-color wp-elements-354875ff64c8e5253b087348783a8df3\"><em>Surfing, snapping, typing \u2013 since the turn of the millennium, the internet, and especially social networks, have become a unique social space that is now an integral part of our daily lives. The whole world is online, and many of us spend several hours a day on the web. The possibilities of the World Wide Web were promisingly advertised, and billions of people followed the call. Even today, the advantages are clear, yet criticism is growing. Social media addiction, FOMO, greedy tech billionaires, or misinformation \u2013 all these aspects cast a shadow over the digital world. Where do people resist the negative structures of the internet? Where should we take a closer look, and how can we find a healthy way to engage with smartphones and more? This semester, we will explore these questions in a three-part series. Enjoy reading!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-x-large-font-size\"><strong>Digital Detox: On Addiction, FOMO, and the Desire for a Break<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>They wake us up, guide us to work, connect us with friends, and explain the world to us. Digital devices play a central role in our daily lives, and the smartphone has become a constant companion for most people. While laptops, phones, and other digital tools make many aspects of life easier, the negative effects of excessive use are increasingly being discussed. Concerns often revolve around declining concentration, reduced empathy, negative body image, or correlations with mental health disorders. According to a Bitkom study from last year, more than a third of Germans wish for a digital break\u2014often referred to as <em>digital detox.<\/em> \u201cI\u2019m addicted to my phone\u201d is a phrase often heard in this context.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-1-1024x709.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2958\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-1-1024x709.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-1-300x208.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-1-768x532.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-1-1536x1063.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Digital-detox-Webseite-klein-1-2048x1418.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Illustration: Margo Sibel Koneberg<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;We don&#8217;t want to pathologize everyday behaviors or make people believe they have a problem when they don&#8217;t,&#8220; emphasizes Christian Montag. The psychologist has spent years researching the impact of digitalization and AI on society, with a particular focus on digital well-being. <em>&#8222;When we talk about digital detox today, we are mostly talking about people who feel they are in a gray area\u2014people who think, &#8218;I want to change something, this is becoming too much for me.&#8216; Anyone struggling with an addiction-like issue spends a lot of time online, but not everyone who spends a lot of time online has a problem.&#8220;<\/em> Internet addiction, or Internet Use Disorder, is a behavioral addiction that is not officially recognized as such by the World Health Organization (WHO). The only exception is <em>Gaming Disorder<\/em>, which is classified as an official diagnosis. However, Montag explains that the criteria for gaming addiction can be applied to other areas of digital use as well. <em>&#8222;There are several aspects that define problematic behavior. The first is loss of control: I want to reduce my usage, but I can\u2019t. The second is a complete prioritization of online activities over everything else that was previously important\u2014such as hobbies. And the third is continuing excessive behavior despite already experiencing negative consequences. Imagine someone who stays up all night on their phone, then sleeps through an important exam the next morning, but still doesn\u2019t change their behavior.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Who Is at Risk for Smartphone Addiction?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Age, personality traits, and individual motivation all influence the likelihood of excessive smartphone use, Montag explains. Younger individuals and those with neurotic or less conscientious personalities are particularly vulnerable. <em>\u201cWe know that neurotic people tend to experience negative emotions more frequently. They are more prone to stress, anxiety, and depressive tendencies. One common theory is that when someone feels bad, they turn to digital media as a distraction. That\u2019s a coping mechanism. But if I always grab my smartphone whenever I feel down, I never actually work on the underlying problems that make me feel bad in the first place. This can create a vicious cycle.\u201d<\/em> This form of escapism\u2014the desire to escape reality\u2014is a widespread motivation and often an early warning sign of addiction. People with low conscientiousness also struggle with self-regulation, which makes them more susceptible to smartphone overuse. <em>\u201cIf you\u2019re easily distracted from tasks, you\u2019ll end up spending more time on your phone,\u201d<\/em> Montag adds.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Is Digital Detox the Solution?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Regardless of whether someone is struggling with addiction, what about digital detox\u2014does it really help when our digital habits start feeling unhealthy?<em>&#8222;In the long run, I don\u2019t think digital detox is particularly effective,&#8220;<\/em> says Montag. <em>&#8222;Of course, there are interventions that help people recognize when they\u2019ve been using digital devices too much. But if digital detox meant permanently abstaining from smartphones and other devices, we wouldn\u2019t be able to function in a digital society.&#8220;<\/em> Instead, he suggests focusing on specific apps that contribute to unhealthy usage patterns. <em>&#8222;It&#8217;s similar to saying: An alcoholic isn\u2019t addicted to the bottle itself. We aren\u2019t addicted to smartphones; we\u2019re addicted to certain applications.&#8220;<\/em> Social media apps like Instagram, Snapchat, and TikTok play a significant role in this context. Many users feel pressured to always be available or constantly compare themselves to others. Montag shares a study in which female participants were asked to delete only their social media apps from their phones. <em>&#8222;After just two weeks, their self-reported body dissatisfaction had already decreased. Possibly because they were no longer constantly confronted with unrealistic beauty standards on social media.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Conscious Use Instead of Complete Abstinence<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rather than quitting entirely, mindful usage and regular breaks could improve well-being. Research on creativity has shown that thoughts flow most freely when people have time alone and are undisturbed\u2014a state known as <em>mind wandering.<\/em> This type of thinking helps with creative problem-solving in daily life. <em>&#8222;But if an industry constantly tempts us to pick up our devices because we can\u2019t stand being alone with our thoughts, then mind wandering and self-reflection disappear,&#8220;<\/em> Montag warns. He points to how app design influences user behavior. <em>&#8222;Tech companies manipulate us through platform design\u2014push notifications and read receipts, for example, encourage constant engagement.&#8220;<\/em> Simply turning off read receipts on WhatsApp can already change usage patterns, but Montag acknowledges that it&#8217;s not always that easy. <em>&#8222;If I know I might miss out on something because I made a design change or deleted an app, my Fear of Missing Out (FOMO) might initially increase.&#8220;<\/em>  FOMO\u2014the fear of missing out\u2014is a common reaction when people try to reduce their digital usage. <\/p>\n\n\n\n<p>To make lasting changes, it\u2019s important to have a plan for how to use the extra time gained. <em>&#8222;It helps to remind yourself of the benefits regularly. For example, you could put a note on your fridge listing the positive effects.&#8220;<\/em> Behavioral changes happen in small steps, Montag explains, adding:<em>&#8222;I\u2019m not saying we shouldn\u2019t use these platforms. They are useful for building social connections and are an integral part of modern communication. The real question is: How do we use them in a way that prevents them from taking over our lives? How can we benefit from them while still focusing on what really matters?&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Changing how we use Instagram, TikTok, and other apps takes time\u2014and, most importantly, self-reflection. Recognizing what exactly causes discomfort and identifying which offline activities we want to prioritize can be the first steps toward a healthier digital lifestyle.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-neve-link-color-color has-alpha-channel-opacity has-neve-link-color-background-color has-background is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-latest-posts__list is-grid columns-3 has-dates wp-block-latest-posts\"><li><div class=\"wp-block-latest-posts__featured-image\"><a href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/taxiteller-adorno-schlussverkauf-bildung-konferenz-in-oer-erkenschwick\/\" aria-label=\"Taxiteller &amp; Adorno: Schlussverkauf Bildung Konferenz in Oer-Erkenschwick\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"819\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-819x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"\" style=\"\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-819x1024.jpg 819w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-240x300.jpg 240w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-768x960.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196-1228x1536.jpg 1228w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF6196.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px\" \/><\/a><\/div><a class=\"wp-block-latest-posts__post-title\" href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/taxiteller-adorno-schlussverkauf-bildung-konferenz-in-oer-erkenschwick\/\">Taxiteller &amp; Adorno: Schlussverkauf Bildung Konferenz in Oer-Erkenschwick<\/a><time datetime=\"2026-03-25T20:00:00+02:00\" class=\"wp-block-latest-posts__post-date\">25. M\u00e4rz 2026<\/time><div class=\"wp-block-latest-posts__post-excerpt\">Professuren werden gestrichen, Geb\u00e4ude sind marode, das BAf\u00f6G reicht hinten und vorne nicht. Bundesweit wird Bildung seit Jahren kaputtgespart und der fzs, der Dachverband der Studierendenvertretungen, dem auch unser AStA angeh\u00f6rt, hat darauf eine Kampagne gegr\u00fcndet: \u201eSchlussverkauf Bildung&#8220;. Die Idee dahinter ist, die vielen dezentralen K\u00e4mpfe an einzelnen Hochschulen sichtbar zu machen und zu b\u00fcndeln.<\/div><\/li>\n<li><div class=\"wp-block-latest-posts__featured-image\"><a href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/wild-sein-wild-bleiben\/\" aria-label=\"Wild sein, wild bleiben?\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"\" style=\"\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-300x225.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460-768x576.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DSCF2460.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/div><a class=\"wp-block-latest-posts__post-title\" href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/wild-sein-wild-bleiben\/\">Wild sein, wild bleiben?<\/a><time datetime=\"2026-03-18T20:00:00+02:00\" class=\"wp-block-latest-posts__post-date\">18. M\u00e4rz 2026<\/time><div class=\"wp-block-latest-posts__post-excerpt\">Von einer quirligen Rasselbande und \u201eIgitt, Kotz und B\u00e4h &#8211; M\u00e4dchen, die stinken\u201d zu Vampiren hinter dem Horizont, von denen die Wilden Kerle, wie bei der RTL-Show Take Me Out, jeweils ein Chick mit nache Hause nehmen. Let\u2019s rewatch und zur\u00fcck zum Anfang.<\/div><\/li>\n<li><div class=\"wp-block-latest-posts__featured-image\"><a href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/ikkimel-vs-coach-aaron-erste-lektion-selbstermaechtigung\/\" aria-label=\"Ikkimel vs. Coach Aaron: Erste Lektion Selbsterm\u00e4chtigung\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" alt=\"\" style=\"\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ikkimel_c_LaurentNoichl-1.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/div><a class=\"wp-block-latest-posts__post-title\" href=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/ikkimel-vs-coach-aaron-erste-lektion-selbstermaechtigung\/\">Ikkimel vs. Coach Aaron: Erste Lektion Selbsterm\u00e4chtigung<\/a><time datetime=\"2026-03-11T20:00:00+02:00\" class=\"wp-block-latest-posts__post-date\">11. M\u00e4rz 2026<\/time><div class=\"wp-block-latest-posts__post-excerpt\">\u201eFrau\u2018n brauchen kein Schimpfwort, unsre Waffe hei\u00dft Giftmord\u201c ist das schon Drohung, oder darf Kunst so? Neben Ikkimels neuem Song Giftmord, droppten auch einige Kinnladen.<\/div><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ins netz gegangen&#8220; Teil 1: Digital Detox Von Louisa Albert (12.Feb.2025) Ins Netz gegangen Surfen, snappen, schreiben &#8211; das Internet und vor allem die sozialen Netzwerke sind seit der Jahrtausendwende zu einem einzigartigen gesellschaftlichen Raum geworden, der nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken ist. 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