{"id":4173,"date":"2025-07-18T20:00:00","date_gmt":"2025-07-18T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/?p=4173"},"modified":"2025-07-20T00:35:37","modified_gmt":"2025-07-19T22:35:37","slug":"wie-ich-in-japan-badete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/blog\/wie-ich-in-japan-badete\/","title":{"rendered":"Wie ich in Japan badete\u00a0\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-custom-1-font-size\" style=\"text-transform:capitalize\"><em>von Julia Ruppert (18.Jul.2025)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im vergangenen Wintersemester habe ich mein Auslandssemester an der Kyushu University in&nbsp; Fukuoka, einer japanischen Gro\u00dfstadt, verbracht. Um die Uni oder meinen Alltag soll es aber in&nbsp; diesem Bericht nicht gehen. Auf meiner To-Do-Liste stand n\u00e4mlich eine Sache ziemlich weit oben:&nbsp; <em>Baden gehen. <\/em>Das habe ich flei\u00dfig abgehakt \u2013 in verschiedenen Badeh\u00e4usern und sogar in einer&nbsp; Tonne! Mehr dazu sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover is-light has-parallax\"><div class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-4187 has-parallax\" style=\"background-position:50% 50%;background-image:url(https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_9023-768x1024.jpg)\"><\/div><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim-0 has-background-dim\"><\/span><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-x-large-font-size\"><strong>JAPANISCHE BADEKULTUR \u2013 ONSEN UND SENTO&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Japan hat eine sehr lebendige Badekultur, die aus der fr\u00fcheren Notwendigkeit entstand, sich&nbsp; au\u00dferhalb des eigenen Heims ohne Badezimmer waschen zu m\u00fcssen. Auch wenn die&nbsp; Japaner*innen heutzutage nicht mehr darauf angewiesen sind, sich in \u00f6ffentlichen Badeh\u00e4usern&nbsp; zu reinigen, werden diese Orte immer noch von vielen Japaner*innen regelm\u00e4\u00dfig aufgesucht, vor&nbsp; allem zur Entspannung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird zwischen <em>Onsen <\/em>(\u6e29\u6cc9) und <em>Sento <\/em>(\u92ad\u6e6f) unterschieden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kommt das Badewasser aus einer nat\u00fcrlichen Quelle, spricht man von einem <em>Onsen<\/em>. Besonders&nbsp; in vulkanisch aktiven Regionen finden sich in Japan zahlreiche solcher Quellen und \u2013&nbsp; dementsprechend \u2013 Badeh\u00e4user. Diese unterscheiden sich unter anderem in Mineralgehalt,&nbsp; Bauform und Temperatur, welche durch nat\u00fcrliche Abk\u00fchlungsmethoden erreicht wird.&nbsp;<em>Sento <\/em>hingegen sind \u00f6ffentliche Badeh\u00e4user, die es vor allem in gro\u00dfen St\u00e4dten gibt \u2013 oft sogar&nbsp; ein Sento pro Nachbarschaftsviertel. Anders als die Naturstein- oder Holz-B\u00e4der der Onsen, wird&nbsp; das Wasser in Sentos aus dem normalen Wassersystem genutzt und k\u00fcnstlich erw\u00e4rmt. Die&nbsp; Badeh\u00e4user sind oft \u00fcberschaubar und mit Becken unterschiedlicher Art ausgestattet. Ich habe&nbsp; bspw. elektrische B\u00e4der (dazu sp\u00e4ter mehr), Kr\u00e4uterb\u00e4der, kohlens\u00e4urehaltige B\u00e4der, kalte B\u00e4der&nbsp; oder B\u00e4der mit D\u00fcsen gesehen. In manchen Sentos gibt es sogar eine Sauna. Die W\u00e4nde sind&nbsp; gefliest und haben typischerweise eine dedizierte Fl\u00e4che f\u00fcr ein Fuji-Mural.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-x-large-font-size\"><strong>ABLAUF (UND REGELN) EINES BADEHAUSBESUCHS&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die beschriebenen Szenarien entsprechen meinen Erfahrungen und Wahrnehmungen und sind&nbsp; eventuell nicht vollst\u00e4ndig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9339-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4176\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9339-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9339-300x200.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9339-768x512.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9339-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9339.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-d0f5f98f8ee6692d39afdbbf902f9274\"><strong>Eingang&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim Betreten eines Badehauses, egal ob Onsen&nbsp;oder Sento, gilt der gleiche Ablauf und die&nbsp;gr\u00f6\u00dftenteils gleichen Regeln. Das Geb\u00e4ude wird&nbsp;meist durch einen Vorhang betreten, wie man sie&nbsp;auch h\u00e4ufig bei Restaurants und \u00c4hnlichem findet.&nbsp;Im Eingangsbereich werden direkt die Schuhe&nbsp;ausgezogen und in kleinen F\u00e4chern verstaut. Im&nbsp;Vorraum des Badehauses gibt es eine Art&nbsp;Rezeption und h\u00e4ufig einen Automaten, an dem&nbsp;man \u201eTickets\u201c kaufen kann \u2013 f\u00fcr den Eintritt, den&nbsp;Saunaaufschlag und falls notwendig, LeihHandt\u00fccher, Shampoo und Seife (falls nicht im&nbsp;&nbsp;Badbereich vorhanden. Ohne Automat bezahlt man einfach an der Theke. Der Eintritt hat&nbsp; meistens um die 500 Yen (3\u20ac) gekostet und fast immer unter 1000 Yen. Handt\u00fccher etc. meist nur&nbsp; 50 oder 100 Yen (unter 1\u20ac). In diesem Vorraum gibt es einen Entspannungsbereich (in gr\u00f6\u00dferen&nbsp; Badeh\u00e4usern ist dieser ein separater Raum) und die M\u00f6glichkeit, Getr\u00e4nke zu kaufen, meist durch&nbsp; einen Automaten. Auch Automaten mit kleinen Milchfl\u00e4schchen sind h\u00e4ufig. Das Trinken einer&nbsp; kalten Milch geh\u00f6rt f\u00fcr viele zur Badekultur der Japaner*innen. In diesen R\u00e4umen habe ich&nbsp; manchmal auch Fernseher, Massagesessel oder Eiscreme-Verkaufsautomaten gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Umkleide&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ausgestattet mit den eigenen oder geliehenen Handt\u00fcchern durchschreitet man einen weiteren&nbsp; Vorhang: in die Umkleidebereiche. Diese und die B\u00e4der selbst sind nach den Geschlechtern&nbsp; M\u00e4nner und Frauen aufgeteilt. Als Frau gehe ich durch den meistens roten Vorhang mit dem&nbsp; gro\u00dfen Kanji \u3086 f\u00fcr \u6e6f (hei\u00dfes Wasser) und ggf. dem kleineren Kanji f\u00fcr Frau (\u5973) darauf, bei den&nbsp;m\u00e4nnern ist dann der Vorhang im Gegensatz blau und tr\u00e4gt das Kanji f\u00fcr Mann (\u7537). Die Umkleide&nbsp;ist ein Raum mit Spinden an den W\u00e4nden, meistens mit einer Bank oder Sitzgelegenheit in der&nbsp; Mitte und einer Wand mit Spiegeln, Waschbecken und F\u00f6hns. Es gibt eine separate Toilette und&nbsp; eine Waage. Mir wurde erkl\u00e4rt, dass sich viele Japaner*innen vor und nach dem Baden wiegen.&nbsp; Vor allem im Sento habe ich ab und zu auch eine Waschmaschine in diesem Raum gesehen.&nbsp; Japanische Waschg\u00e4nge dauern je nach Waschmaschine nur eine halbe Stunde \u2013 f\u00fcr viele genau&nbsp; der Zeitraum eines Sento-Besuchs. Smartphones sind in diesem Bereich bereits streng verboten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Reinigung&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem man sich nun der Kleidung entledigt und alles im Spind verstaut hat, geht es nur mit&nbsp; einem kleinen Handtuch (oder mit den eigenen Waschprodukten, manche Japaner*innen auch mit&nbsp; einer eigenen Sch\u00fcssel) durch eine Glast\u00fcr in den Badebereich. Ab hier ist alles nass. In manchen&nbsp; Badeh\u00e4usern geht man zuerst durch einen separaten \u201eReinigungsbereich\u201c, meistens sind die&nbsp; Waschstationen jedoch an den W\u00e4nden des Raumes verteilt. Diese Stationen sehen \u00fcberall gleich&nbsp; aus: Es gibt einen kleinen Plastikhocker, eine Plastiksch\u00fcssel, einen Spiegel und den Wasserhahn,&nbsp; an dem man die Temperatur des Wassers einstellen kann. In \u00e4lteren Badeh\u00e4usern gibt es oft nur&nbsp; einen hei\u00dfen und einen kalten Wasserstrahl und man muss das Wasser in der Sch\u00fcssel im f\u00fcr sich&nbsp; richtigen Verh\u00e4ltnis mischen. Traditionell w\u00e4scht man sich dann im Sitzen auf dem Hocker zum&nbsp; Spiegel gerichtet, indem man immer wieder das Wasser mit der Sch\u00fcssel \u00fcber den Kopf und den&nbsp; K\u00f6rper kippt und sich dazwischen reinigt. Modernere Badeh\u00e4user haben sogar Duschbrausen,&nbsp; dennoch sollte man sich immer im Sitzen waschen und stets darauf bedacht sein, das Wasser im&nbsp; eigenen Bereich zu halten. Ich habe Frauen im Sento gesehen, die dem Anschein nach ihre ganze&nbsp; abendliche Routine auf diesem Hocker erledigt haben \u2013 inklusive Z\u00e4hne putzen, Haarkur und&nbsp; K\u00f6rperpeeling. Nachdem man sich nun gr\u00fcndlich gewaschen und jeden Schaum-R\u00fcckstand vom&nbsp; K\u00f6rper gesp\u00fclt hat, kippt man eine Sch\u00fcssel voll Wasser \u00fcber seine Station und den Hocker, auf&nbsp; dem man gesessen hat, um wiederum diese zu reinigen. Zuletzt stellt man Hocker und Sch\u00fcssel&nbsp; wieder an die vorgesehene Stelle und dann ist man bereit, in die Becken zu steigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Bad&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Moment, auf den wir alle gewartet haben \u2013 endlich ins Becken. Lange Haare sollten daf\u00fcr&nbsp; hochgebunden werden. Das Wasser ist deutlich hei\u00dfer, als wir es von B\u00e4dern und Thermen hier in&nbsp; Deutschland gew\u00f6hnt sind und f\u00e4ngt meist zwischen 35\u201340\u00b0 Celsius an. Oft stehen Kellen zur&nbsp; Verf\u00fcgung, mit denen man etwas Badewasser am Beckenrand \u00fcber sich kippen kann, um sich an&nbsp; die Temperatur zu gew\u00f6hnen. Im hei\u00dfen Wasser sollte man besser nicht l\u00e4nger als 10-15 Minuten&nbsp; am St\u00fcck bleiben (wenn man es \u00fcberhaupt solange aush\u00e4lt). Ich habe mich immer zwischendurch&nbsp; abgek\u00fchlt und konnte auch einige Japanerinnen bei dieser Methode beobachten. Viele&nbsp; Badeh\u00e4user haben ein kaltes Becken, in das man entweder komplett reinsteigen oder, je nach&nbsp; Bedarf, mit einer Kelle kaltes Wasser auf dem K\u00f6rper verteilen kann. In diesen kalten Becken&nbsp; konnte ich mehrere Minuten verbringen, in denen mein K\u00f6rper nach dem ersten Schock langsam&nbsp; herunterf\u00e4hrt und entspannt. Wenn es kein kaltes Becken gab, habe ich mich an einer&nbsp; Reinigungsstation mit kaltem Wasser \u00fcbergossen. Ohne diese Abk\u00fchlungen zwischendurch&nbsp; wurde mir schnell etwas schwindelig. Und danach f\u00fchlt sich das hei\u00dfe Wasser wieder umso&nbsp; besser an. Man kann solange baden, wie man m\u00f6chte, viele routinierte Japaner*innen halten ihren&nbsp; Besuch jedoch eher kurz. Im Sento habe ich mich nach dem letzten Bad meistens noch einmal&nbsp; abgeduscht \u2013 Im Onsen hingegen wird sogar empfohlen, das Badewasser nicht abzuwaschen,&nbsp; damit die Mineralien aus dem Wasser noch weiter auf der Haut wirken k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Schluss&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bevor man wieder die Umkleide betritt, sollte man sich soweit abtrocknen, dass man nicht mehr&nbsp; auf den Boden tropft. Vor dem eigenen Spind kann man sich dann gr\u00fcndlich trocken rubbeln, bei&nbsp; Bedarf eincremen und wieder anziehen. Vor den Spiegeln stehen Taschentuchboxen und F\u00f6hns&nbsp; zur Verf\u00fcgung, diese sind entweder kostenlos oder kosten wenige Cent pro Minute. Durch den&nbsp; Vorhang tritt man wieder zur\u00fcck in den Eingangsbereich und begegnet h\u00e4ufig frisch gebadeten&nbsp; M\u00e4nnern oder Frauen, die auf jemanden aus dem jeweils anderen Bad warten. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um den bereits am Anfang bemerkten&nbsp;Getr\u00e4nkeautomaten zu nutzen, wie zum Beispiel f\u00fcr die erw\u00e4hnte&nbsp;kleine Milch. Mein Favorit war ein isotonisches, stilles Getr\u00e4nk, was&nbsp;meistens direkt aus dem Automaten zu kalt war, um viel davon zu&nbsp;trinken. Und viel zu trinken ist beim Besuch eines Onsen oder&nbsp;Sento sehr wichtig, denn man schwitzt viel im hei\u00dfen Wasser, ohne&nbsp;es wirklich zu merken! Im Badbereich selbst darf man f\u00fcr&nbsp;gew\u00f6hnlich keine Getr\u00e4nke mitnehmen, also sollte man auf jeden&nbsp;Fall davor und danach auf genug Fl\u00fcssigkeitszufuhr achten. Wenn&nbsp;man sich bereit f\u00fchlt, kann man den Entspannungsbereich&nbsp;verlassen, ggf. die geliehenen Handt\u00fccher zur\u00fcckgeben, im&nbsp;Eingangsbereich zur\u00fcck in die Schuhe schl\u00fcpfen und mit einem&nbsp;\u201eDanke!\u201c auf Japanisch zum Abschied das Badehaus verlassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_5946-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4185\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_5946-768x1023.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_5946-225x300.jpg 225w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_5946.jpg 938w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-x-large-font-size\"><strong>WEITERE REGELN UND WISSENSWERTES&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Tattoos (meistens) verboten&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Gro\u00dfteil der Badeh\u00e4user Japans ist das Baden f\u00fcr Menschen mit T\u00e4towierungen nicht erlaubt.&nbsp; Grund daf\u00fcr ist, dass in Japan Tattoos historisch mit den Yakuza (der japanischen Mafia)&nbsp; assoziiert werden. Als ich das bei meiner Vorbereitung auf das Auslandssemester herausfand, war&nbsp; ich zuerst ganz sch\u00f6n geknickt. Meine Tattoos sind so zahlreich und gro\u00df, dass es keine Option&nbsp; w\u00e4re, sie abzukleben. Bei kleinen Tattoos ist das h\u00e4ufig eine M\u00f6glichkeit, trotz Tattoo-Verbot keine&nbsp; Probleme im Badehaus zu bekommen. F\u00fcr mich bedeutete es vor allem: Recherche, Recherche,&nbsp; Recherche. Es gibt zum Gl\u00fcck Webseiten, auf denen Tattoo-freundliche Sento und Onsen&nbsp; gesammelt werden. Ich habe meine Ausfl\u00fcge und meine Reise am Ende des Auslandssemesters&nbsp; dementsprechend akribisch geplant, damit ich m\u00f6glichst oft baden gehen kann. (Um es bei&nbsp; meinem ersten Onsen-Besuch prompt zu vergessen, dazu sp\u00e4ter mehr.)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Leise sein&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Badeh\u00e4user sind Orte der Entspannung. Von Zeit zu Zeit habe ich englischsprachige Regeltafeln&nbsp; gesehen, meist waren diese jedoch auf Japanisch oder ich habe sie nicht bemerkt. Man merkt&nbsp; jedoch schnell, dass diese Orte f\u00fcr gew\u00f6hnlich bis auf die Wasserger\u00e4usche sehr ruhig sind und&nbsp; laute Unterhaltungen unerw\u00fcnscht sind. Wenn ich mit einer Freundin oder auf meiner Reise mit&nbsp; meiner Schwester in ein Badehaus gegangen bin, haben wir so leise wie m\u00f6glich gesprochen.&nbsp; Manchmal haben sich auch die Japanerinnen unterhalten, normale Redelautst\u00e4rke habe ich dabei&nbsp; aber nur selten und in Au\u00dfenbecken oder mit Kindern erlebt. In Badeh\u00e4usern, die eine gro\u00dfe Halle&nbsp; waren und die in der Mitte durch eine nicht bis zur Decke reichenden Wand f\u00fcr M\u00e4nner und&nbsp; Frauen geteilt wurde, h\u00f6rte ich ab und zu laute M\u00e4nnerstimmen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Das kleine Handtuch und Nacktheit&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Badeh\u00e4usern werden zwei Handt\u00fcchern benutzt: ein gro\u00dfes und ein kleines Handtuch. Wozu&nbsp; das kleine Handtuch? Es ist eher d\u00fcnn und grob gewebt und dazu zu klein, um meine nassen&nbsp; Haare darin einzuwickeln. Im Bad sah ich, wie die meisten Frauen das Handtuch&nbsp; zusammengefaltet auf dem Kopf liegen hatten. Dabei kam ich mir allerdings etwas merkw\u00fcrdig&nbsp; vor und fand es auch \u00fcberhaupt nicht einfach, es auf dem Kopf zu behalten \u2013 und es sollte nach&nbsp; Regeln auf gar keinen Fall das Badewasser ber\u00fchren. Dementsprechend habe ich es am Anfang&nbsp; oft einfach komplett weggelassen. Mit der Zeit realisierte ich allerdings den Nutzen, sich mit&nbsp; diesem Handtuch grob abzutrocknen, bevor man zur\u00fcck in die Umkleide geht (vor allem f\u00fcr die&nbsp; Toilette praktisch). Einmal habe ich beobachtet, wie sich eine Frau an der Waschstation mit&nbsp; diesem Handtuch nass und voll Seife sauber schrubbte und gelegentlich habe ich Frauen&nbsp; gesehen, die sich das Handtuch vor den Schritt hielten, wenn sie im Bad herumliefen. Die meisten&nbsp; waren jedoch unber\u00fchrt davon, dass wir alle nackt waren. Ich pers\u00f6nlich fand es sehr angenehm,&nbsp; in so einem Raum zu existieren, wo das Aussehen des K\u00f6rpers so irrelevant und die Nacktheit so&nbsp; normal war. Selbst als ich mit meiner neuen Freundin Lise aus Frankreich im Sento war, verhielten&nbsp; weder sie noch ich sich besch\u00e4mt. Ich glaube, dass die Geschlechteraufteilung f\u00fcr ein&nbsp; angenehmes Klima sorgt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Kinder, Familien und private B\u00e4der&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht un\u00fcblich, dass Eltern ihre Kinder mit ins Badehaus nehmen. Von Kleinkind bis ins hohe&nbsp; Alter habe ich jede Altersklasse gesehen. Im Kleinkindalter spielt auch das Geschlecht keine&nbsp; Rolle, Hauptsache die Kinder werden von einem Elternteil begleitet. Gr\u00f6\u00dfere Onsen bieten dazu&nbsp; h\u00e4ufig private B\u00e4der, die f\u00fcr einen bestimmten Zeitraum gemietet werden k\u00f6nnen. Da k\u00f6nnen&nbsp; gemischtgeschlechtliche Familien oder auch Paare gemeinsam baden. Im privaten Bad sind sogar&nbsp; Tattoos erlaubt. Ich selbst habe kein privates Bad erlebt, da sie bei der einen Gelegenheit in einem&nbsp; gro\u00dfen Onsen bereits f\u00fcr den Tag ausgebucht waren.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-x-large-font-size\"><strong>ONSEN UND SENTO, DIE ICH BESUCHT HABE&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Beppu&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr meinen ersten Onsen-Besuch plante ich&nbsp;kurz vor Weihnachten einen Wochenend-Ausflug&nbsp;mit meinem Freund in die gr\u00f6\u00dfte Onsen-Stadt&nbsp;Japans: Beppu \u2013 mit dem Auto etwa 150 km&nbsp;von Fukuoka entfernt. Beim Einfahren in die&nbsp;Stadt fiel direkt auf, wie es sogar aus den&nbsp;Gullideckeln der Stra\u00dfe dampfte und ein&nbsp;Schwefelgeruch ins Auto zog.&nbsp;Am ersten Abend suchten wir uns spontan einen&nbsp;kleinen Onsen in der N\u00e4he unserer Unterkunft&nbsp;und erst in der Umkleide ist mir aufgefallen,&nbsp;dass ich gar nicht gepr\u00fcft habe, ob dort Tattoos&nbsp;erlaubt sind. Da Beppu eine touristische Stadt&nbsp;und auch Ziel vieler westlicher Tourist*innen ist, sind mehr Onsen als \u00fcblich Tattoo-freundlich,&nbsp; aber sicherheitshalber sollte man immer nachschauen oder fragen. Badeh\u00e4user, die Tattoos&nbsp; verbieten, sprechen offensichtliche Tourist*innen f\u00fcr gew\u00f6hnlich darauf an. Ich ging jedenfalls sehr nerv\u00f6s ins Bad und&nbsp;orientierte mich zum Ablauf an den japanischen&nbsp;Frauen. Ordentlich gewaschen stand ich nun im&nbsp;dampferf\u00fcllten Raum vor zwei Becken, von denen&nbsp;eins bereits mit drei Frauen belegt war und ich mich&nbsp;nicht dazu dr\u00e4ngen wollte. Ich stieg also&nbsp;zuversichtlich in das leere Becken daneben und&nbsp;musste mich sofort am Beckenrand festhalten, weil&nbsp;mich die Temperatur total umgehauen hat. So bin ich&nbsp;doch in das andere Becken, welches immer noch&nbsp;hei\u00df war, aber etwas ertr\u00e4glicher. Immer noch&nbsp;nerv\u00f6s, dass jemand kommt, um mich&nbsp;rauszuschmei\u00dfen, hielten mein Kreislauf und ich es&nbsp;nach 5\u201310 Minuten nicht mehr aus und ich habe meine erste Onsen-Erfahrung abgebrochen. Im&nbsp; Ruhebereich habe ich mich allm\u00e4hlich beruhigt und flei\u00dfig mein viel zu kaltes Getr\u00e4nk getrunken&nbsp; und nach einer halben Stunde kam schlie\u00dflich auch mein Freund krebsrot und freudestrahlend&nbsp; durch den Vorhang aus der Umkleide heraus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir am n\u00e4chsten Tag einen nahegelegenen Berg erklommen hatten, probierten wir es&nbsp; noch einmal. Dieses Mal hatte ich einen gro\u00dfen Onsen herausgesucht, der definitiv Tattoo freundlich war und in dem wir sogar zusammen ins Sandbad gehen konnten. Daf\u00fcr bekamen wir&nbsp; an der Rezeption Yukatas (eine Art leichterer Kimono aus Baumwolle) und konnten uns, in diese&nbsp; gekleidet, in einem Raum mit Sandgruben gegenseitig einbuddeln. Der Sand wurde dabei von&nbsp; unten erw\u00e4rmt, war also umso w\u00e4rmer, je tiefer man grub. Fertig eingebuddelt f\u00fchlte ich mich sehr&nbsp; warm und wohlig \u2013 so stelle ich mir auch eine gewichtete Decke vor. Danach mussten wir uns&nbsp; trennen, um in die B\u00e4der zu gehen. Dort wurde mir allerdings auch alleine nicht langweilig. Es gab&nbsp; so viele verschiedene B\u00e4der, drinnen sowie drau\u00dfen und sogar ein Dampfbad! Beim&nbsp; Wasserfallbad habe ich mir vom Strahl den R\u00fccken massieren lassen, eine halbe Ewigkeit habe&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>ich zwischen hei\u00dfem und kaltem Becken gewechselt und drau\u00dfen den in die Dunkelheit&nbsp; aufsteigenden Dampf und die Aussicht auf einen kleinen Wasserfall genossen. Kurz vor der&nbsp; abgesprochenen Zeit entdeckte ich einen weiteren Bereich, den ich bisher \u00fcbersehen hatte, und&nbsp; schrieb meinem Freund, dass ich nochmal 20 Minuten br\u00e4uchte. In einem irisierend gefliesten Becken las ich mir die Infotafeln \u00fcber die Quelle durch und probierte&nbsp;auch noch das zweite Au\u00dfenbecken aus. Ich h\u00e4tte bestimmt noch ein&nbsp;bis zwei Stunden l\u00e4nger dort bleiben k\u00f6nnen, w\u00e4ren da nicht noch&nbsp;Abendessen-Pl\u00e4ne gewesen. Zum \u00dcberbr\u00fccken a\u00dfen wir im Onsen&nbsp;selbst noch ein Onsen-Ei. Diese werden im Quellenwasser oder&nbsp;-dampf langsam gekocht oder ged\u00e4mpft und bekommen dadurch&nbsp;besonderen Geschmack und Konsistenz.&nbsp;Der letzte Tag war unser Abreisetag und wir fr\u00fchst\u00fcckten ein fr\u00fches&nbsp;Mittagessen bei einer Art Outdoor-Kantine neben einem&nbsp;Forschungsinstitut. Dort dampfte es \u00fcberall aus verschiedenen&nbsp;Rohren und wir durften zuschauen, wie die K\u00f6chin die frischen,&nbsp;ersten Eier des Tages in den Onsen-Dampf legte. Wir a\u00dfen jeweils&nbsp;eines dieser Eier zu unserer regionalen Miso-Suppe und haben&nbsp;danach noch unsere F\u00fc\u00dfe ins Fu\u00dfbad nebenan gehalten, bis sie sich&nbsp;wie gekocht anf\u00fchlten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9298-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4174\" style=\"width:693px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9298-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9298-300x200.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9298-768x512.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9298-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9298.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9306-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4175\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9306-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9306-300x200.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9306-768x512.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9306-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9306.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9422p-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4179\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9422p-683x1024.jpg 683w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9422p-200x300.jpg 200w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9422p-768x1152.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9422p-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9422p-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9422p-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9344-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4177\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9344-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9344-300x200.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9344-768x512.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9344-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9344.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9349-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4178\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9349-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9349-300x200.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9349-768x512.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9349-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSF9349.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Kinosaki Onsen&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei meiner Recherche \u00fcber Tattoo-freundliche Onsen stie\u00df ich&nbsp;auf den Badeort Kinosaki Onsen. Etwa drei Stunden mit dem Zug&nbsp;von Kyoto und Osaka entfernt, plante ich eine Nacht der Reise&nbsp;mit meiner Schwester dort ein. Der schnuckelige Ort verf\u00fcgt \u00fcber&nbsp;sieben Onsen und hat entschieden, komplett Tattoos zu&nbsp;erlauben, um mehr internationale Tourist*innen anzulocken.&nbsp;Erfolgreich angelockt wanderten meine Schwester und ich&nbsp;traditionsgem\u00e4\u00df zuerst zum Tempel des Schutzpatrons des&nbsp;Ortes, dankten diesem und fuhren im Nieselregen mit Seilbahn&nbsp;und Aussicht zur\u00fcck in den Ort.&nbsp;Im Ryokan (einem traditionellen japanischen Gasthaus) wurden&nbsp;wir mit einem Pass f\u00fcr alle Badeh\u00e4user, Yukata, Haori (eine&nbsp;Kimono-\u00dcberjacke), Handt\u00fcchern, K\u00f6rben, Tabi-Socken (der&nbsp;gro\u00dfe Zeh vom Rest der Zehen getrennt) und flachen&nbsp;Holzsandalen mit Abs\u00e4tzen ausgestattet und zogen so klackernd&nbsp;auf die Hauptstra\u00dfe des Dorfes. Durch den malerischen Ort lief&nbsp;ein kleiner Fluss mit zahlreichen Br\u00fccken und B\u00e4umen, links und&nbsp;rechts davon zahlreiche kleine Gesch\u00e4fte und fast alle&nbsp;Besucher*innen mit Yukata und Holzsandalen unterwegs, ein besonderer Anblick. \u00dcber den&nbsp; ganzen Ort sind sieben Badeh\u00e4user verteilt, von denen sich eins in Renovierung befand. Die&nbsp; Onsen sind traditionell bis modern, unterschiedlich gro\u00df und vor allem unterschiedlich hei\u00df. Ich&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>suchte f\u00fcr uns Anf\u00e4ngerinnen die weniger hei\u00dfen aus.&nbsp;Bei jedem Badehaus konnte man au\u00dferdem Stempel&nbsp;sammeln. Meine Schwester und ich haben am ersten&nbsp;Tag zwei Onsen geschafft, waren dann Sushi essen&nbsp;und machten auf dem Weg zur\u00fcck in unser Ryokan&nbsp;einen Snack-Zwischenstopp im Convenience Store.&nbsp;Die Idee hatten auch viele der anderen jungen&nbsp;Badehaus-Besucher*innen und die Ger\u00e4uschkulisse&nbsp;von Gesch\u00e4fts-Jingles und klackernden Holzsandalen&nbsp;werde ich nie vergessen. Am n\u00e4chsten Tag besuchten&nbsp;wir nach dem Check-Out noch einen weiteren Onsen&nbsp;und machten uns dann \u2013 intensiv erholt \u2013 auf den Weg&nbsp;zu unserem n\u00e4chsten Ziel. Die von uns besuchten&nbsp;Badeh\u00e4user an diesem Ort waren eher klein mit ein bis zwei Becken. Jedes hatte ein&nbsp; Au\u00dfenbecken aus Stein und das letzte Badehaus hatte zudem ein Indoor-Becken neben dem&nbsp; Outdoor-Becken, welches fast wie eine H\u00f6hle von Stein umgeben war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5731-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4182\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5731-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5731-300x200.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5731-768x512.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5731-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5731.jpg 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"682\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5741-682x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4183\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5741-682x1024.jpg 682w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5741-200x300.jpg 200w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5741-768x1152.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF5741.jpg 833w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Unzen Onsen&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine letzte nennenswerte Erfahrung ist der Ort Unzen Onsen im&nbsp;gleichnamigen Vulkangebirge der Pr\u00e4fektur Nagasaki. Dort war, \u00e4hnlich&nbsp;wie in Beppu, der Schwefelgeruch allgegenw\u00e4rtig. Wir a\u00dfen auch dort&nbsp;Onseneier am Shinto-Schrein, wanderten und fuhren mit der Seilbahn, um&nbsp; einen rauchenden Vulkan zu sehen&nbsp;und belohnten uns mit einem Bad in&nbsp;einem Onsen, dessen Geb\u00e4ude&nbsp;vollst\u00e4ndig aus Holz und das Becken&nbsp;aus Stein bestand und in dessen&nbsp;dampferf\u00fcllter Badehalle das Wasser&nbsp;von der Decke tropfte. Auf dem Weg&nbsp;dorthin liefen wir \u00fcber dampfende&nbsp;Felder und auch aus dem Fenster am&nbsp;Becken im Bad konnte ich es hinter dem Badehaus in der&nbsp;Natur dampfen sehen. Der Besuch dort war leider viel zu kurz!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_9023-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4187\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_9023-768x1023.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_9023-225x300.jpg 225w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_9023.jpg 938w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF4641-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4180\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF4641-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF4641-300x200.jpg 300w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF4641-768x512.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF4641-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSCF4641.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Sentos in Gro\u00dfst\u00e4dten&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein erstes Sento besuchte ich, als ich Anfang Januar f\u00fcr ein paar Tage allein nach Tokyo reiste.&nbsp; \u00dcberw\u00e4ltigt von allen Eindr\u00fccken und der Menge an M\u00f6glichkeiten, hatte ich abends gar keine&nbsp; Energie mehr und ging deswegen ins Badehaus. Mir wurde bereits eins als Tattoo-freundlich&nbsp; empfohlen und ich ging dort direkt als erstes hin. Das moderne Sento hatte einige verschiedene&nbsp; Becken und ich genoss es, zwischen hei\u00df und kalt, drau\u00dfen und drinnen hin- und herzuwechseln.&nbsp; Dort begegnete ich zum ersten Mal einem elektrischen Bad. Als ich mit einem Bein ins Becken&nbsp; stieg, bekam ich pl\u00f6tzlich ein ganz merkw\u00fcrdiges, unangenehmes Gef\u00fchl in den Muskeln und ich&nbsp; zog das Bein direkt wieder heraus. F\u00fcr mich war das alles andere als angenehm&nbsp; muskelstimulierend. Seitdem vermeide ich diese B\u00e4der, kann aber trotzdem darin baden, da der&nbsp; Stromfluss nur in kleinen beschrifteten Bereichen sp\u00fcrbar ist, die ich seither erkenne.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit meiner Schwester war ich vor allem in Osaka und in Tokyo im Sento. Da wir oft g\u00fcnstig in&nbsp; nicht den zentralsten Gegenden \u00fcbernachteten, konnten wir die lokalen Badeh\u00e4user testen und&nbsp; waren dort fast ausschlie\u00dflich die einzigen Nicht-Japanerinnen. Das waren besondere&nbsp; Erfahrungen. In Osaka waren wir in einem Bad, das total retro war und mit um die zehn&nbsp; verschiedenen, zum Teil farbigen Fliesen gefliest war. In Tokyo waren wir in einem Sento in der&nbsp; Sauna und ich wurde von einer sehr alten Frau vollgequatscht, die ich kaum verstehen konnte, bis&nbsp; eine weitere Frau dazukam und f\u00fcr mich in verst\u00e4ndliches Japanisch oder im Notfall Englisch&nbsp; \u00fcbersetzt hatte. Das war sehr ungew\u00f6hnlich. Bisher wurde ich bei all meinen Badehaus-Besuchen&nbsp; nur ein einziges Mal angesprochen, und das weil ich unerlaubt in der Sauna war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sogar in Fukuoka habe ich nach Empfehlung eines japanischen Kommilitonen ein Tattoo freundliches Sento gefunden, dort war ich wie weiter oben beschrieben mit einer Freundin. Die&nbsp; wenigen Onsen in der unmittelbaren Gegend hatten leider alle Tattoo-Verbot. Mit den Ausfl\u00fcgen&nbsp; konnte ich mich aber durchaus zufrieden geben und war so oft baden, wie es ging!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-x-large-font-size\"><strong>HIGHLIGHTS \u2013 BADEN IM TEMPEL&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auf der Reise mit meiner Schwester haben wir eine Nacht im&nbsp;buddhistischen Tempeldorf Koyasan in den Bergen s\u00fcdlich von Osaka&nbsp;\u00fcbernachtet. Diese Erfahrung ist eigentlich einen eigenen Bericht wert,&nbsp;an dieser Stelle m\u00f6chte ich aber vor allem das gemeinschaftliche Bad&nbsp;hervorheben. Dieses war wie ein Badehaus im Miniformat: drei&nbsp;Waschstation und ein kleines Holzbecken mit hei\u00dfem Wasser. Wir&nbsp;waren zum Zeitpunkt unseres Bads alleine und ich konnte die&nbsp;Gelegenheit nutzen, um ein paar Fotos mit dem Smartphone zu&nbsp;machen. Es hat sich angef\u00fchlt, wie ich mir ein privates Bad vorstelle&nbsp;und hat perfekt zur Atmosph\u00e4re des Tempels gepasst, in dem wir&nbsp;\u00fcbernachtet haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_0476-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4184\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_0476-768x1023.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_0476-225x300.jpg 225w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_0476.jpg 938w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-x-large-font-size\"><strong>HIGHLIGHTS \u2013 BADEN IN DER TONNE&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Anfang Februar wurde es langsam w\u00e4rmer und das&nbsp;Wohnheim der japanischen Studenten neben unserem&nbsp;internationalen Wohnheim veranstaltete ein Grillen. Alle&nbsp;Internationals waren eingeladen und Dominik, Oli und ich&nbsp;waren als hda-Truppe als einzige dabei. Nachdem wir uns die&nbsp;B\u00e4uche vollgeschlagen und den ein oder anderen Wein und&nbsp;Sake getrunken hatten, fingen die Japaner an, die schon die&nbsp;ganze Zeit bereitstehende Tonne mit Wasser zu f\u00fcllen.&nbsp;Bambus wurde kleingehackt und unter der Tonne ein Feuer&nbsp;angez\u00fcndet. Der Japaner Kai trug einen roten, traditionell&nbsp;japanischen Lendenschurz (ein langes St\u00fcck Stoff, welches&nbsp;wie bei Sumoringern auf bestimmte Weise um H\u00fcfte und&nbsp;Schritt gewickelt wird), der Rest ging in Unterhose ins hei\u00dfe&nbsp;Wasser. Mithilfe einer Leiter kletterte einer nach dem anderen&nbsp;in die Tonne. Ich rannte in mein Zimmer und holte meinen&nbsp;Badeanzug, der nur auf diesen Augenblick gewartet hatte und&nbsp;ja sonst nie zum Baden gebraucht wurde. Als einzige Frau in&nbsp;der Reihe verbrachte ich also auch zwei mal meine 5\u201310&nbsp;Minuten in der \u201eOnsen\u201c-Tonne und war \u00fcbergl\u00fccklich mit&nbsp;dieser Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_7718-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4186\" srcset=\"https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_7718-768x1023.jpg 768w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_7718-225x300.jpg 225w, https:\/\/ach-dasta.de\/zeitung\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_7718.jpg 938w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Julia Ruppert (18.Jul.2025) Im vergangenen Wintersemester habe ich mein Auslandssemester an der Kyushu University in&nbsp; Fukuoka, einer japanischen Gro\u00dfstadt, verbracht. Um die Uni oder meinen Alltag soll es aber in&nbsp; diesem Bericht nicht gehen. Auf meiner To-Do-Liste stand n\u00e4mlich eine Sache ziemlich weit oben:&nbsp; Baden gehen. 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