von Sarah Wagner Borst (28.Feb.2026)
Die Linke Liste F.I.S.H. fordert klare Haltung gegen Rechtsextremismus. Die Gruppe will, dass sich das Studierendenparlament (StuPa) offiziell von der Partei AfD distanziert und erklärt: AfD und Studierendenvertretung, das passt nicht zusammen!

Foto & Edit: Ellie Haase
Worum geht’s im Antrag?
Im Juni hat die Linke Liste den Antrag mit dem Titel „Unvereinbarkeit mit der AfD“ eingereicht. Darin fordert sie, dass sich die Studierendenschaft klar gegen die AfD und ihre Jugendorganisationen stellt. Das würde bedeuten: Wer AfD-Mitglied ist oder für die Partei öffentlich auftritt, soll keine Ämter oder Unterstützung innerhalb der studentischen Strukturen bekommen.
Als Begründung nennt F.I.S.H. unteranderem die Entscheidung des Bundesamts für Verfassungsschutz, das die AfD als gesichert rechtsextrem eingestuft hat. Das sei Grund genug, um auch an der Hochschule Haltung zu zeigen.
Warum dieser Antrag?
Sascha Wellmann von F.I.S.H. erklärt, die Gruppe wolle ein deutliches Zeichen setzen: „Nach rechts verschobene Kräfteverhältnisse und rechtsextreme Parolen dürfen auch an der Hochschule nicht unbeantwortet bleiben.“ Hochschulen hätten eine Verantwortung, demokratische Werte zu schützen. „Wir erwarten, dass sich die Studierendenschaft klar gegen rechtsextreme Parteien und deren Strukturen stellt“, sagt Wellmann.
Gab es AfD-Bezüge an der h_da?
Ja. Laut Wellmann saß im letzten Studierendenparlament ein Student, der AfD-Mitglied war. Dieser habe sich, so F.I.S.H., „reaktionär und destruktiv“ verhalten, Abstimmungen blockiert und versucht, Diskussionen zu verhindern. Schon früher hatte der AStA öffentlich ein Treffen eines h_da-Dozenten mit AfD-Politikern kritisiert.
Wie reagierte das StuPa-Präsidium?
Das StuPa-Präsidium war zunächst zurückhaltend.
Viele Abgeordnete wussten nicht genau, was Ziel und Folgen des Antrags sein sollten. „Deshalb gab es erst einen Antrag auf Nichtbefassung“, erklärt (inzwischen ex-)StuPa-Präsidentin Benita Dunia N’sanda.
Nach einer Überarbeitung wurde der Antrag im September 2025 schließlich angenommen. Damit hat das StuPa nun offiziell beschlossen, dass die Studierendenschaft die AfD ablehnt.
Was wünscht sich die Linke Liste jetzt?
F.I.S.H. möchte, dass das Thema Rechtsextremismus stärker an der Hochschule besprochen wird, etwa durch Veranstaltungen, Workshops und politische Bildung. „Wir brauchen einen antifaschistischen Grundkonsens an der Hochschule“, sagt Wellmann. Neutralität dürfe nicht heißen, dass man menschenfeindliche Positionen einfach hinnimmt.
Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde bereits im Oktober 2025 fertiggstellt und im Februar 2026 veröffentlicht.



