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Kampfgeist, Teamfähigkeit, Familiarität – Wie mich der SV Darmstadt 98 in seinen Bann gezogen hat

Von Elias Mantwill (05.09.2023)

Überall um mich herum stehen Menschen mit blauen T-Shirts und Trikots. Die Bahn, in der ich gerade in Richtung Haltestelle „Schloss“ fahre, ist gefüllt mit Fans des SV Darmstadt 98. Es ist viel zu heiß und man sieht allen die Erleichterung an, als sich am Darmstädter Marktplatz endlich die Türen öffnen. 

Illustration: Margo Sibel Koneberg

Der Ratskeller ist prall gefüllt mit Lilien-Fans, die darauf warten, dass der durch die Ultras angekündigte Fußmarsch zum Stadion endlich beginnt. An die Regel, dass sich am heutigen Tag alle Blau kleiden sollen, hat sich fast jeder gehalten. An der Atmosphäre erkennt man, dass heute ein besonderer Tag ist, denn nach dem Aufstieg steht endlich wieder ein Bundesliga-Heimspiel an. Champions-League-Teilnehmer Union Berlin ist zu Gast, gegen das Darmstadt zu Hause noch nie einen Punkt abgeben musste.

Der Fanmarsch, der eigentlich jede Saison mindestens einmal ansteht, beginnt und sofort sind die Gesänge der Fans zu hören. Die gemeinsamen Aktionen der Fans sind nicht nur eine Abwechslung zur standardmäßigen Anreise mit der Bahn, sondern drücken auch den enormen Zusammenhalt in der Fangemeinde aus, der beim SV Darmstadt 98 besonders großgeschrieben wird.

Das Spiel verliert die Mannschaft gegen die Berliner mit 1:4 und auch das Derby gegen Eintracht Frankfurt ging mit 0:1 verloren. Doch wer die Lilien schon länger verfolgt, weiß, dass die Mannschaft am stärksten ist, wenn sie von allen unterschätzt wird. 

FC Bayern München – Aushängeschild des deutschen Fußballs

Für viele ist der FC Bayern München das Aushängeschild des deutschen Fußballs. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison wurden die Münchner zu elften Mal in Folge und zum 33-mal in der Geschichte Deutscher Meister. Insgesamt hat der Verein derzeit rund 300.000 Mitglieder, auf Instagram 40,1 Millionen Follower und Millionen weitere Fans, die weder Mitglieder noch Follower in den sozialen Netzwerken sind. 

Und auch ich war bis zur zweiten Klasse „Fan“ des deutschen Rekordmeisters, da wahrscheinlich den meisten Kindern der Verein aufgrund seines Erfolgs und seiner bekannten Besetzung am meisten auffällt. 

Während meiner Grundschulzeit gab es jedoch eine Wendung, die mich und meine Familie bis heute täglich begleitet: Zusammen mit meinem Vater, der bis dato nicht wirklich etwas mit Fußball am Hut hatte, besuchte ich 2012 erstmals das Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt.

Vermeintlicher Abstieg leitet neue Ära ein

„Eines Tages ging ich ans Bölle, die Sonne schien, alle schrien für den SVD und seit diesem Tag am Bölle, weiß ich, du bist mein Verein!“ Diese Zeilen werden mittlerweile bei jedem Spiel der Lilien zur Melodie von „Bella Ciao“ angestimmt. Und genau diese Zeilen sind es, die am besten beschreiben, was ich gefühlt habe, als ich zum ersten Mal das Böllenfalltor Stadion betrat. Vermutlich war es damals der besondere Charme des Stadions und des Vereins, der mich bis heute zu rund 195 Spielen der Lilien in ganz Deutschland trieb. Dabei gab es immer wieder Momente, die einen entweder mit Stolz erfüllen oder einem die Tränen in die Augen schießen lassen. 

Seit dieser Saison spielen die Lilien unter Trainer Torsten Lieberknecht wieder in der ersten Bundesliga. Als ich anfing, regelmäßig mit Freunden und Familie ins Stadion zu gehen, stand der Verein allerdings ganz woanders: kurz vor dem Abstieg aus der 3. Liga. Damals waren es jedoch ausgerechnet die Rivalen von Kickers Offenbach, die durch einen Lizenzentzug den Gang in die Regionalliga antreten mussten und den Lilien ein weiteres Jahr in der dritthöchsten Spielklasse schenkten. Außerdem sollte mit dem Lizenzentzug der Kickers für die Lilien eine neue Ära beginnen.

Von der 3. Liga in die Bundesliga

Die Saison 2013/14 sollte für die 98er deutlich besser laufen, als viele nach dem eigentlichen Abstieg erahnen konnten. Dies lag damals unter anderem an Neuzugang Dominik Stroh-Engel, der ablösefrei von Wehen Wiesbaden verpflichtet wurde und die erfolgreichste Zeit des Vereins einleitete. Mit 27 Toren aus 34 Spielen schoss er die Lilien in die Relegation gegen Arminia Bielefeld. Für mich war es etwas Besonderes das Hinspiel am Bölle zu besuchen, jedoch wurde die Euphorie innerhalb von 90 Minuten zerstört, denn die Arminia gewann mit 3:1 und die Chance vom Aufstieg war praktisch dahin. 

Das Public Viewing des Rückspiels, welches drei Tage später am Karolinenplatz stattfand, war trotz der Niederlage im Hinspiel gut besucht und wird allen Besuchern für immer positiv in Erinnerung bleiben. Denn in der 123. Minute erzielte der Brasilianer Elton da Costa das Tor zum 4:2-Sieg für die Lilien, der gleichzeitig den überraschenden Aufstieg in die 2. Bundesliga bedeutete. Der Kampfgeist und der Zusammenhalt im Team entschieden das Spiel und sind bis heute das Erfolgsrezept des Fußballs in Darmstadt. 

Die darauffolgende Saison bedeutete erneut Glücksgefühle, denn die Saison sollte erneut mit einem Happy End zu Ende gehen. Der Klassenerhalt war das feste Ziel des Vereins und der Fans, für die Mannschaft war dies allerdings nicht genug: Am 24. Mai 2015 war der FC St. Pauli zu Gast und jedem war bewusst, dass ein Sieg den Aufstieg in die Bundesliga bedeuten könnte. Neuzugang Tobias Kempe war es, der mit seinem Freistoßtor zum 1:0 Endstand den Verein ins Oberhaus schoss und die ganze Stadt in Freude hüllte. Ein Jahr zuvor hießen die Gegner noch VfR Aalen, Hallescher FC oder SpVgg Unterhaching. Jetzt waren es auf einmal die Stars des FC Bayern und von Borussia Dortmund, die nach Darmstadt reisten. 

Jonathan „Johnny“ Heimes – Der stille Aufstiegsheld

Bis heute sind sich Verein und Fans sicher, dass vor allem der Aufstieg in die 2. Bundesliga besonders mit einem Menschen verbunden ist: Jonathan „Johnny“ Heimes. Im Alter von 12 Jahren war er noch Jugend-Hessenmeister im Tennis, zwei Jahre später wurde ihm zu ersten Mal ein Hirntumor diagnostiziert. Trotz seines besonderen Kampfgeistes war es ihm zwar nicht mehr möglich, Tennis zu spielen, allerdings besiegte er den Krebs, nachdem er zuvor zwei Wochen im Koma gelegen hatte. 

Fünf Jahre später sollte es jedoch ganz anders kommen. Johnny erlitt einen Rückfall. Der Krebs kehrte zurück und mit einer Querschnittslähmung saß er fortan im Rollstuhl. Aufgeben war für den ihn jedoch keine Alternative. Nach 21 Chemos war der Krebs zwar besiegt, kehrte aber erneut zurück. Trotzdem kämpfte er immer weiter und ist dadurch bis heute für viele ein Vorbild. Bei Heimspielen der Lilien verkaufte er fortan Armbändchen mit der Aufschrift „DU MUSST KÄMPFEN! Es ist noch nichts verloren“ und spendete den Erlös an den Förderverein der Kinderkrebsklinik am Frankfurter Uniklinikum. Bis 2014 sammelten Lilien-Fans auf Weihnachtsfeiern, Geburtstagen oder im Stadion 100.000 Euro Spenden für Johnny. Auch dies zeigte erneut den Zusammenhalt der Lilien-Fans, der mich seit meinem ersten Besuch im Stadion beeindruckt.

Nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel der Aufstiegsrelegation gegen Arminia Bielefeld entschied sich Dirk Schuster, der damals als Trainer der Lilien aktiv war, dazu, einige der Motivations-Armbändchen bei Johnny abzuholen. Vor dem Rückspiel verteilte er die Bändchen in der Kabine an die Mannschaft und erzählte ihnen die Geschichte des Jungen, der mehrmals den Krebs besiegen konnte. Nach dem 4:2-Sieg im Rückspiel wurde Johnny für seine Motivation von Spielern und Fans als Held gefeiert. 

Am 8. März 2016 erlag der Fan, dessen Geschichte jeder Lilien-Fan kennt, im Alter von 26 Jahren seiner schweren Krankheit. Das darauffolgende Heimspiel gegen den FC Augsburg zeigte, dass Jonathan Heimes mit seiner Geschichte jedoch nicht nur die Fans des SV Darmstadt 98 berührte. Kurz vor der Schweigeminute zeigten die Fans der Lilien eine Choreo zu Ehren des Aufstiegshelden. Auch die Fans des FC Augsburg zeigten ein Spruchband, dass allein dafür gedacht war, dem verstorbenen Johnny zu gedenken. Auch für mich im Stadion war es ein sehr trauriger Moment, jedoch erfüllte mich der Zusammenhalt unter den Fans mit Stolz. 

Jedem Dunkel folgt ein Licht

Die schönsten Momente mit dem SV Darmstadt 98 sind bis heute die, die am meisten überraschen. Nach dem Bundesliga-Aufstieg im Sommer 2015 holten die Lilien mit ihren Tugenden Kampfgeist und Teamfähigkeit fünf Punkte aus den ersten vier Ligaspielen. Auch wenn die Spielweise nicht die schönste ist, sind es auch die Spielweise und die überraschenden Momente, wegen derer ich seit über zehn Jahren Fan der Lilien bin. Fünf Punkte aus den ersten Spielen und ein 2:2 Unentschieden im Dortmunder Signal-Iduna-Park sind allerdings nichts im Gegensatz zu einem Derbysieg gegen Eintracht Frankfurt.

Am 6. Dezember 2015 spielte Darmstadt am 15. Spieltag auswärts bei Eintracht Frankfurt. Kapitän Aytac Sulu traf per Kopf zum entscheidenden 1:0-Sieg und ließ die ganze Stadt feiern. Auch heute noch denken viele an den Tag zurück. Mein persönliches Derby-Highlight ist allerdings der Derbysieg am 2. Spieltag der Saison 2015/16 im Darmstädter Böllenfalltor Stadion. Zum ersten Mal durfte ich ein Derby im Stadion ansehen, welches seinen Höhepunkt in der 90. Minute erreichte, als Sandro Sirigu den Ball „versehentlich“ per Flanke zum 1:0-Sieg im Tor unterbrachte. Trotz des Sieges gegen den Rivalen ging es zum Saisonende nach zwei Jahren im Oberhaus zurück in die 2. Bundesliga. 

Nach fünf Jahren in der 2. Bundesliga verpflichtete der Verein Torsten Lieberknecht als neuen Trainer, der für mich der bisher sympathischste Trainer der letzten Jahre ist. Bereits in seiner ersten Saison 2021/22 führte er die Mannschaft in der Tabelle weit nach oben, bis am letzten Spieltag der Traum vom Aufstieg platzte. Trotz eines 3:0 Sieges der Lilien gegen Paderborn sicherte sich der Hamburger SV mit einem Sieg gegen Hansa Rostock den Relegationsplatz.

Allen war bewusst, dass sowohl Fans als auch Verein zusammenhalten müssen, um zusammen auf der alten Saison aufzubauen, um endlich den Aufstieg zu schaffen. Nach einigen durchschnittlichen Jahren in der 2. Bundesliga und dem knapp verpassten Aufstieg, machte die Saison 2022/23 Lust auf mehr. 20 Spiele infolge nicht zu verlieren, wurde am Ende der Saison mit dem Aufstieg belohnt, der für mich unvergessen bleiben wird. Dieser Tag verkörperte für mich ideal die Tugenden des Vereins: Kampfgeist, Teamfähigkeit und das familiäre Gefühl im Verein. Zusammen mit Freunden und Familie im Stadion stehen. Nach einem Tor mit fremden Leuten feiern, als würde man sich schon lange kennen. Die unglaubliche Verbundenheit bei jedem Training und Spiel zwischen Verantwortlichen, Spielern, Trainer und den Fans. All dies sind Gründe, weshalb ich den SV Darmstadt 98 vor elf Jahren lieben gelernt habe.

English version (automated translation):

FIGHTING SPIRIT, TEAM SPIRIT, FAMILIARITY – HOW THE SV DARMSTADT 98 CAPTIVATED ME

by Elias Mantwill (05.09.2023)

All around me are people wearing blue T-shirts and jerseys. The train in which I am currently traveling in the direction of the „Schloss“ stop is filled with fans of SV Darmstadt 98. It is far too hot and you can see the relief on everyone’s face when the doors finally open at Darmstadt’s Marktplatz.

The Ratskeller is packed with Lilien fans waiting for the march to the stadium announced by the Ultras to finally begin. Almost everyone has adhered to the rule that everyone should dress in blue today. You can tell from the atmosphere that today is a special day, because after the promotion we finally have a Bundesliga home game again. Champions League participant Union Berlin is the guest, against which Darmstadt has never had to give up a point at home.

The fan march, which is actually scheduled at least once every season, begins and immediately the chants of the fans can be heard. The joint actions of the fans are not only a change from the standard arrival by train, but also express the enormous cohesion in the fan community, which is particularly important at SV Darmstadt 98.

The team lost the game against the Berliners with 1:4 and also the derby against Eintracht Frankfurt was lost with 0:1. But anyone who has been following the Lilies for a while knows that the team is at its strongest when everyone underestimates it.

The fan march, which actually takes place at least once every season, begins and the chants of the fans can be heard immediately. The joint actions of the fans are not only a change from the standard arrival by train, but also express the enormous cohesion in the fan community, which is particularly important at SV Darmstadt 98.

The team lost the game against the Berliners with 1:4 and also the derby against Eintracht Frankfurt was lost with 0:1. But anyone who has been following the Lilies for a while knows that the team is at its strongest when everyone underestimates it.

FC Bayern Munich – figurehead of German soccer

For many, FC Bayern Munich is the figurehead of German soccer. On the last matchday of last season, the Munich team became German champions for the eleventh time in a row and for the 33rd time in history. The club currently has a total of around 300,000 members, 40.1 million followers on Instagram, and millions more fans who are neither members nor followers on the social networks.

And I, too, was a „fan“ of the German record champion until I was in the second grade, since it’s probably the club that most kids notice because of its success and well-known lineup.

During my elementary school years, however, there was a twist that still accompanies me and my family every day: Together with my father, who until then hadn’t really had anything to do with soccer, I visited the stadium at Böllenfalltor in Darmstadt for the first time in 2012.

Supposed relegation ushers in new era

„One day I went to the Bölle, the sun was shining, everyone was shouting for the SVD and since that day at the Bölle, I know, you are my club!“ These lines are now intoned to the tune of „Bella Ciao“ at every Lilien game. And it is precisely these lines that best describe what I felt when I first entered the Böllenfalltor stadium. It was probably the special charm of the stadium and the club that drove me to around 195 Lilien games all over Germany. There have always been moments that either fill you with pride or bring tears to your eyes.

Since this season, the Lilien have been playing in the first Bundesliga again under coach Torsten Lieberknecht. When I started going to the stadium regularly with friends and family, however, the club was somewhere else entirely: on the brink of relegation from the 3rd division. At that time, however, it was the rivals of Kickers Offenbach, of all teams, who were forced to go down to the Regionalliga due to a license withdrawal, giving the Lilien another year in the third-highest division. In addition, a new era was to begin for the Lilies with the withdrawal of the Kickers‘ license.

From the 3rd League to the Bundesliga

The 2013/14 season was to go much better for the 98ers than many could have guessed after the actual relegation. At the time, this was due in part to newcomer Dominik Stroh-Engel, who was signed on a free transfer from Wehen Wiesbaden and ushered in the club’s most successful period. With 27 goals from 34 games, he shot the Lilien into the relegation against Arminia Bielefeld. For me it was something special to visit the first leg at the Bölle, but the euphoria was destroyed within 90 minutes, because Arminia won 3:1 and the chance of promotion was practically gone.

The public viewing of the second leg, which took place three days later at Karolinenplatz, was well attended despite the defeat in the first leg and will forever be positively remembered by all visitors. Because in the 123rd minute, Brazilian Elton da Costa scored the goal to give the Lilies a 4-2 victory, which also meant a surprising promotion to the 2nd Bundesliga. The fighting spirit and team cohesion decided the game and are still the recipe for success in Darmstadt soccer today.

The following season meant renewed feelings of happiness, as the season was once again to end with a happy ending. Staying in the league was the firm goal of the club and the fans, but this was not enough for the team: on May 24, 2015, FC St. Pauli was the guest and everyone was aware that a victory could mean promotion to the Bundesliga. It was newcomer Tobias Kempe who shot the club into the top flight with his free kick goal for the 1:0 final score, enveloping the entire city in joy. A year earlier, the opponents were still VfR Aalen, Hallescher FC or SpVgg Unterhaching. Now it was suddenly the stars of FC Bayern and Borussia Dortmund who traveled to Darmstadt.

Jonathan „Johnny“ Heimes – The silent promotion hero

To this day, the club and fans are certain that the promotion to the 2nd Bundesliga is particularly associated with one person: Jonathan „Johnny“ Heimes. At the age of 12, he was still the junior Hesse champion in tennis, and two years later he was diagnosed with a brain tumor for the first time. Despite his special fighting spirit, he was no longer able to play tennis, but he beat the cancer after being in a coma for two weeks.

Five years later, however, things were to turn out quite differently. Johnny suffered a relapse. The cancer returned and a paraplegia confined him to a wheelchair. Giving up, however, was not an option for him. After 21 chemos, the cancer was beaten, but it returned again. Nevertheless, he continued to fight and is still a role model for many today. From then on, he sold wristbands with the inscription „YOU HAVE TO FIGHT! Nothing is lost yet“ and donated the proceeds to the support association of the children’s cancer clinic at Frankfurt University Hospital. By 2014, Lilien fans had collected 100,000 euros in donations for Johnny at Christmas parties, birthdays or in the stadium. This again showed the cohesion of the Lilien fans, which has impressed me since my first visit to the stadium.

After the 3-1 defeat in the first leg of the promotion relegation against Arminia Bielefeld, Dirk Schuster, who was the coach of the Lilien at the time, decided to pick up some of the motivational wristbands from Johnny. Before the second leg, he distributed the wristbands to the team in the dressing room and told them the story of the boy who was able to beat cancer several times. After the 4-2 win in the second leg, Johnny was hailed as a hero by players and fans for his motivation.

On March 8, 2016, the fan whose story every Lilien fan knows succumbed to his serious illness at the age of 26. The following home match against FC Augsburg showed that Jonathan Heimes did not only touch the fans of SV Darmstadt 98 with his story, however. Shortly before the minute of silence, the fans of the Lilien showed a choreo in honor of the promotion hero. The FC Augsburg fans also showed a banner that was solely intended to commemorate the late Johnny. It was also a very sad moment for me in the stadium, but the cohesion among the fans filled me with pride.

Every darkness is followed by a light

To this day, the best moments with SV Darmstadt 98 are the ones that surprise the most. After being promoted to the Bundesliga in the summer of 2015, the Lilies took five points from their first four league games with their virtues of fighting spirit and team spirit. Even if the style of play is not the most beautiful, it is also the style of play and the surprising moments because of which I have been a fan of the Lilies for over ten years. Five points from the first games and a 2:2 draw in Dortmund’s Signal-Iduna-Park, however, are nothing compared to a derby win against Eintracht Frankfurt.

On December 6, 2015, Darmstadt played away at Eintracht Frankfurt on matchday 15. Captain Aytac Sulu scored with his head for the decisive 1:0 victory and left the city celebrating. Even today, many still think back to that day. My personal derby highlight, however, is the derby win on Matchday 2 of the 2015/16 season at Darmstadt’s Böllenfalltor Stadium. For the first time I was allowed to watch a derby in the stadium, which reached its climax in the 90th minute, when Sandro Sirigu „accidentally“ crossed the ball into the goal for a 1:0 victory. Despite the win against their rivals, the team went back to the 2nd Bundesliga at the end of the season after two years in the top flight.

After five years in the 2nd Bundesliga, the club signed Torsten Lieberknecht as its new coach, who for me is the most likeable coach of recent years so far. Already in his first season in 2021/22, he led the team far up the table until the dream of promotion was shattered on the last matchday. Despite a 3-0 win for the Lilien against Paderborn, Hamburger SV secured the relegation spot with a win against Hansa Rostock.

Everyone was aware that both fans and club had to stick together to build on the old season to finally achieve promotion. After a few average years in the 2nd Bundesliga and narrowly missing out on promotion, the 2022/23 season simply made them want more. Not losing 20 games in a row was rewarded at the end of the season with promotion, which will remain unforgettable for me. For me, this day ideally embodied the virtues of the club: fighting spirit, team spirit and the family feeling in the club. Standing in the stadium with friends and family. Celebrating with strangers after a goal, as if we had known each other for a long time. The incredible bond at every training session and game between the officials, players, coaches and fans. These are all reasons why I learned to love SV Darmstadt 98 eleven years ago.

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